Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 27. Juli 2010

TW 2010 – Segeln zum Anfassen

Bis Sonntag darf (mit klarem Kopf) gefeiert werden

Rund 1.500 Seglerinnen und Segler aus 20 Nationen treten seit dem Wochenende in 35 Bootsklassen und 42 Disziplinen gegeneinander an. In ihrer 121. Auflage hat die Travemünder Woche, die schönste Regatta der Welt, zugleich 27 Titelkämpfe ausgeschrieben, von der Internationalen Deutschen Meisterschaft auf dem olympischen Surfbrett RS:X bis zur manroland Tornado-Weltmeisterschaft der Zweirumpfboote. Überhaupt bilden die Katamarane mit 200 Teilnehmern allein bei den Hobie Multi Europeans den Schwerpunkt der insgesamt 750 Meldungen. Die eine Million erwarteten Besucher dürfen sich jedoch nicht nur auf das Regattaprogramm freuen, zu dem erstmals Showrennen am späten Nachmittag auf der Trave gehören, sondern auch auf ein fröhliches und abwechslungsreiches Festival an Land, das am Sonntag mit einem spektakulären Höhenfeuerwerk zu Ende geht.

Unter dem Motto „Feiern mit klarem Kopf“ wird auch das Aktionsbündnis aus Kinder- und Jugendschutz, Ordnungsdienst, Gewerbeaufsicht und Polizei in diesem Jahr wieder während der Travemünder Woche präsent sein. Gemeinsam werden die Mitarbeiter auf der Festmeile für die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen eintreten. „Unser Ziel ist es, dem Alkoholmissbrauch vorzubeugen und falls Jugendliche doch zuviel getrunken haben, dafür zu sorgen, dass sie heil nachhause kommen“, erklärte Annette Eickhölter, vom Kinder- und Jugendschutz der Hansestadt Lübeck. Während der Travemünder Woche stehen Mitarbeiter aller Institutionen für Beratungen und Verfügung und

führen gezielt Jugendschutzkontrollen durch. Unter anderem soll dabei auch im Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen nachgefragt werden, wo und von wem sie den Alkohol erhalten haben.

Genauso wichtig wie mit Kindern und Jugendlichen auf der Festmeile ins Gespräch zu kommen, sie die Prävention. Die Kinder- und Jugendschützerinnen der Hansestadt Lübeck, Annette Eickhölter Bund Karen Wotha, appellieren an die Eltern, mit ihren Kindern über Regeln für einen Besuch der Travemünder Woche zu sprechen. Kinder und Jugendlichen sind aufgerufen, sich auch an die Absprachen zu halten. Sie sollten gut auf sich und die Freunde aufpassen. Ältere Jugendliche und junge Erwachsene werden gebeten, sich für die Jüngeren verantwortlich zu fühlen. „Zusätzlich haben wir bereits im Vorfeld gezielt Alkoholabgabestellen in Travemünde, wie Einzelhandel, Supermärkte oder Tankstellen aufgesucht, angeschrieben und diese aufgefordert, das Jugendschutzgesetz besonders zu beachten,“ so Eickhölter. Postkarten können den Jugendlichen direkt in die Hand gegeben werden, damit sich das Verkaufspersonal nicht auf lange Diskussionen einlassen muss.

Bereits im vergangenen Jahr war das Aktionsbündnis während der Travemünder Woche im Einsatz. Während der 17tägigen Veranstaltung mit geschätzten rund 1,1 Millionen Besuchern, darunter rund 300 000 Jugendliche, wurden insgesamt 110 Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren aufgegriffen. Als gefährdet (mehr als 0,5 Promille unter 16 und mehr als ein Promille unter 18) wurden 43 Kinder- und Jugendliche eingestuft.

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