Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 21. Oktober 2017

Ausgabe vom 27. Juli 2010

LMG muss leben

SPD

Die SPD unterstützt die um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfenden Kolleginnen und Kollegen bei der LMG. Eine endgültige Schließung wäre ein schwerer Schlag für den Wirtschaftsstandort Lübeck. Wir verkennen nicht, dass Land und landeseigene Förderinstitute den Neustart der Gesellschaft 2007 durch Darlehen, Bürgschaften und Investitionszuschüsse in erheblichem Umfange finanziell unterstützt haben. Die IG Metall und die Beschäftigten haben sich seit dem Verkauf der LMG durch Thyssen-Krupp stets kompromissbereit gezeigt und erhebliche finanzielle Zugeständnisse, zum Beispiel durch Abschluss eines Sanierungstarifvertrages gemacht. Die finanziellen Opfer der Belegschaft dürfen nicht vergeblich sein. Alle Beteiligten sind deshalb aufgefordert, für die traditionsreiche LMG neue zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln und so die Grundlagen für eine sichere Zukunft zu schaffen. Bund und Land wären zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Lübeck und zur Sicherung industrieller Arbeitsplätze gut beraten, nicht abseits zu stehen. Das Unternehmen hat für die maritime Wirtschaft der Hansestadt erhebliche Bedeutung. Es hat eine zukunftsträchtige Produktpalette und agiert durchaus erfolgreich mit der Fertigung von Teilen, zum Beispiel für Windkraftanlagen. Der Standort bietet zudem die einzige Möglichkeit, größere Schiffe zu bauen und zu reparieren. Ein unverzichtbares Angebot für Lübeck als größten Ostseehafen. Lübeck braucht industrielle Arbeitsplätze. Die Beschäftigten bei der insolventen LMG brauchen sichere Perspektiven für die Zukunft.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt, Autor: Peter Reinhardt

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