Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 27. Juli 2010

Markthalle: SPD muss sich erklären!

CDU

In einer überraschenden Erklärung hat sich der SPD-Ortsverein Travemünde gegen den Bau einer Markthalle und damit gegen die Etablierung der bekannten Marke „Gosch“ in Travemünde ausgesprochen. Während die Lübecker SPD-Fraktion bei aller Verhinderungstaktik bisher zumindest offen ließ, ob am Ende langer Verhandlungen über den Standort auch ein Bau auf der Tornadowiese möglich werden könnte, stellt sich die Travemünder SPD nun eindeutig gegen die Investition. Wir fragen: Was gilt denn nun? Auf eine Antwort haben die Lübeckerinnen und Lübecker ein Anrecht, und auch Travemünde kann es sich nicht erlauben, bis nach der Sommerpause die Ergebnisse der sozialdemokratischen Beratungen abzuwarten. Die SPD-Fraktion muss erklären, ob sie das Projekt will oder nicht. Andere Standorte als die Tornadowiese hat der Investor schließlich längst ausgeschlossen. Es ist leider nicht das erste Mal, dass bei Travemünde betreffenden Fragen die SPD uneinig erscheint. Der nach Selbstauflösung neu konstituierte Ortsvereinsvorstand hat sich jedenfalls einen Bärendienst erwiesen, wenn er im dringend auf touristische Investitionen angewiesenen Travemünde Verhinderung predigt. So schwer es uns fällt, müssen wir darauf hoffen, dass die Lübecker SPD vernünftiger handelt als die Genossen in Travemünde und eine Abwendung der Investition verhindert. Hierfür braucht es allerdings eine eindeutige Aussage, ob die SPD die Markthalle-Investition auf der Tornadowiese befürwortet oder nicht. Die CDU-Fraktion erwartet von der SPD eine Stellungnahme zu den Erklärungen des Ortsvereins Travemünde.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander, Autor: Klaus Petersen

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