Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 21. Oktober 2017

Ausgabe vom 27. Juli 2010

Jugendzentrum Rewe

Die Linke

Ob Mönkhof-Karree oder Haerder-Center: mit Öffnungszeiten bis in die Nacht locken sie Jugendliche an und werden immer stärker zum Treffpunkt. Die Anwohner des Supermarkts nennen den Laden bereits „Jugendzentrum Rewe“. Sicherlich ist den Einkaufszentren kein Vorwurf zu machen. Das Personal an den Kassen achtet auf den Jugendschutz und verkauft weder Alkohol noch Zigaretten an Minderjährige. Speziell im Haerder-Center ist Sicherheitspersonal eingestellt worden, nach dem die Kriminalität um das Center herum gestiegen ist. Eine Gefahr geht auch nicht von den Jugendlichen aus. Selten, dass mal die Polizei kommen muss. Für die Jugendlichen geht eine Gefahr aus. Außerhalb der Einkaufszentren verköstigen natürlich auch Jugendliche unter 18 Jahre Alkohol und Tabak. Das Sicherheitspersonal kann darauf wenig einwirken. Allenfalls können sie nach zuviel Alkoholkonsum der jungen Menschen, wenn sie in ihrem Erbrochenen in der Einkaufspassage liegen bleiben, den Rettungswagen rufen. DIE LINKE hatte deshalb einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, damit diese Problematik mit dem Center zusammen erörtert wird. DIE LINKE hält es für sinnvoll, dass die Center neben dem Sicherheitspersonal auch sozialpädagogisches Personal, bzw. so genannte Streetworker, einstellen. Immerhin ist es das erklärte Ziel des Centers, die Jugendlichen durch die langen Öffnungszeiten und dem Warenangebot als potenzielle Kunden zu gewinnen. Deshalb sollten sich diese Geschäfte auch um ihre Kunden kümmern, besonders wenn sie durch Teile des Warenangebots gefährdet werden.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen, Autor: Ragnar Lüttke

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