Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 03. August 2010

121. Travemünder Woche beendet

Die Kinder und Jugendlichen blieben trocken

Die 121. Travemünder Woche ging am Sonntag mit einem spektakulären Höhenfeuerwerk zu Ende. Unter dem Motto „Feiern mit klarem Kopf” war auch das Aktionsbündnis aus Kinder- und Jugendschutz, Ordnungsdienst, Gewerbeaufsicht und Polizei wieder während der gesamten Veranstaltungszeit präsent. Die Mitarbeiter kontrollierten auf der Festmeile die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen. „Unser Ziel ist es, dem Alkoholmissbrauch vorzubeugen und falls Jugendliche doch zuviel getrunken haben, dafür zu sorgen, dass sie heil nachhause kommen“, erklärte Annette Eickhölter, vom Kinder- und Jugendschutz der Hansestadt Lübeck vor Beginn der Festwoche.

Stadtsprecherin Nicole Dorel resümiert: „Aus Sicht des Kinder- und Jugendschutzes verlief die TW in diesem Jahr recht ruhig. Das Informieren der örtlichen Anbieter – beispielsweise Tankstellen – und der Stände vor Ort scheint zu greifen.“ Man habe im im Vorfeld massiv auf die Vorschriften aufmerksam gemacht und könne nun einen positiven Trend verzeichen.

Während der letzten, damals 17tägigen Veranstaltung mit geschätzten rund 1,1 Millionen Besuchern, darunter rund 300 000 Jugendlichen, wurden insgesamt 110 Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren aufgegriffen. Als gefährdet (mehr als 0,5 Promille unter 16 und mehr als ein Promille unter 18) wurden 43 Kinder- und Jugendliche eingestuft. In diesem Jahr seien es deutlich weniger gewesen. Der Durchschnittswert der aufgegriffenenen Jugendlichen lag erfreulicherweise mit 0,8 Promille unter dem des Vorjahres.

„Auffällig“, freut sich Nicole Dorel, „ist die große Akzeptanz seitens der Eltern. Anders als im letzten Jahr verstünden die Erziehungsberechtigten, warum wir ihre Kinder nach zu starkem Alkoholkonsum abholen lassen. Bis nach Eutin reichten die positiven Rückmeldung.“ Man wisse dann wenigstens, dass die Kinder heil und gesund zu Hause ankämen.

Bei der diesjährigen TW habe man den Eltern und Jugendlichen erneut ein Nachgespräch angeboten, damit es zu derartigen Nachhausewegen möglichst nicht noch einmal komme. Notwendig sei dies aber heuer nicht gewesen, da die meisten Fälle nur dem Ausloten der eigenen Grenzen zu zu schreiben seien und keiner Sucht oder Gewohnheit, ergänzt Dorel. Die Vorarbeit, das Konzept vom letzten Jahr zu überdenken und auf Erfahrungswerte zu bauen, habe sich ausgezahlt.          fem

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