Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 10. August 2010

Der Lübecker Museumshafen

Alt und Jung freuen sich an Alt und Jung

Nachdem wir uns in der letzten Ausgabe dem Hausboot „Tammy“ widmeten, richten wir unsere Aufmerksamkeit nun den Schiffen im Museumshafen. Der gemeinnützige Verein „Museumshafen zu Lübeck e.V.“, der seit 1981 besteht, zählt 120 Mitglieder. 15 Mitglieder sind Schiffseigner traditioneller Segelschiffe und historischer Wasserfahrzeuge, die größtenteils am Altstadtrand Lübecks (Wenditzufer und An der Untertrave) liegen und beliebtes Ziel und Fotomotiv der Lübecker und deren Gäste sind.

Im Museumshafen liegt zum Beispiel „Ellen“, ehemals „Nils Holgerson“. Der Kutter, der 1938 erbaut wurde, diente ursprünglich Lübecker Fischern. Von Beginn an motorisiert, wurde trotzdem unter Segeln gefischt.

Zu bewundern ist auch die Galeasse „Fridthjof“, die vor über 100 Jahren in Norwegen für die Eisfahrt gebaut wurde. Das Schiff wurde als Versorgungsschiff für die Eismeerexpedition von Fridtjof Nansen eingesetzt, später in der norwegischen Küstenfahrt als Frachtensegler.

Jünger, aber auch schon über 50 Jahre alt, ist der Traditionssegler „Krig Vig“. Der Gaffelschoner aus Eiche wurde in Dänemark als segelndes Fischereifahrzeug mit Hilfsmotor eingesetzt.

Blicke zieht im Museumshafen „Sirius“ auf sich. Der Kriegsfischereikutter wurde 1942 erbaut und bis Ende der 70er Jahre beim Fischfang eingesetzt. Seit 1987 wird es für Segelfahrten in der Nord- und Ostsee eingesetzt. Der Segler läuft mit etwa 25 Mitseglern entlang der Ostküste und dänischen Südsee, nimmt an Sailveranstaltungen in Kiel, Lübeck und Rostock teil und wird bei Regatten als Presseschiff und Begleitfahrzeug eingesetzt.

Zu den vereinseigenen Schiffen gehören der Schlepper „Titan“ und der Eimerkettenbagger „Wels“. „Titan“ stand von 1937 bis 1982 dem Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck zur Verfügung. Seit 1988 wird das Schiff vom Verein saniert. Der Eimerkettenbagger Wels, der 1963 bei der Lübecker Maschinen Gesellschaft gebaut wurde, war auf Wakenitz und Trave eingesetzt. Kommt er in Bewegung, ist es vor allem ein akustisches Erlebnis – es platscht, quietscht und ächzt.

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