Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 10. August 2010

Von der Migration zur Integration

Spyridon Aslanidis

Die Grünen

Jeder fünfte Mensch in Deutschland, bzw. in Lübeck, hat einen Migrationshintergrund. Unsere Zukunft kann auf kein Talent verzichten: ob Menschen gut Fußball spielen können (wie Özil oder Podolski) oder gut in Jura ausgebildet sind (wie Aygül Özkan, die als Landesministerin regiert), ob sie im Kochen oder in Künsten begabt sind, ob sie als IngenieurInnen oder als Pflegekräfte arbeiten – wir brauchen sie alle. Hugenotten, Polen, Asiaten, Menschen aus Afrika und anderen Kontinenten haben Fertigkeiten mitgebracht und damit unsere Gesellschaft bereichert und vorangebracht. Um diese Talente entwickeln zu können braucht es bestimmte Voraussetzungen: am Anfang stehen gute KiTas und Schulen mit Sprachförderung. Bildung und Ausbildung öffnen Wege. Sprachkurse bauen Brücken. Ein Paradigmenwechsel in der Verwaltung, im Wohnungs- und Gesundheitswesen ist unabdingbar. Ehrenamtliche, aber auch hauptamtliche Begleitung und Koordination, wie die der Integrationsstelle Lübeck, haben eine Schlüsselfunktion. Es ist gut, diese Stabsstelle in Lübeck geschaffen zu haben! Mit eigener Leistung, aber auch Glück, habe ich studiert. Heute trage ich durch meinen Beruf zum Erhalt und der Schaffung von Arbeitsplätzen bei. Als meine Eltern in den 1960er Jahren nach Deutschland kamen hatten sie keinen Plan. Deutschland hatte auch keinen Plan - die BRD verstand sich nicht als Einwanderungsland. Lübeck entwi-ckelt erst langsam einen. Einen Plan der interkulturellen Öffnung und gleichberechtigten Teilhabe, der gemeinsamen und solidarischen Zivilgesellschaft. Als Stadt so ein Konzept zu haben macht Sinn.

V.i.S.d.P.: Katja Mentz

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