Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 07. September 2010

Trinkwasser ist wichtigstes Lebensmittel

Gesundheitliche Aspekte der Trinkwasser-Installation • Informationen und Tipps

Trinkwasser ist Wasser, das im häuslichen Gebrauch zum Trinken und für andere Lebensmittelzwecke, zur Körperpflege und –reinigung sowie zur Reinigung von Gegenständen, die nicht nur vorübergehend mit Lebensmitteln oder dem menschlichem Körper in Kontakt kommen, bestimmt ist. Trinkwasser wird ständig kontrolliert und muss hohen Qualitätsanforderungen erfüllen.

Diese sind in Deutschland in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) festgehalten. Ihr zufolge muss Trinkwasser frei sein von vermeidbaren Verunreinigungen und am Wasserhahn gesundheitlich unbedenklich, farblos, klar, kühl, geruchlos und ohne anormalen Geschmack zu entnehmen sein.

Für die Trinkwasserqualität bis zum Hausanschluss bürgt das zuständige Wasserversorgungsunternehmen (WVU). Mehr über das Trinkwasser in Lübeck finden Sie auf der Homepage der Stadtwerke Lübeck unter wwwenergie-und-wasser-luebeck.de.

Es wird regelmäßig von den Wasserversorgern und in Lübeck vom Bereich Umweltschutz überwacht.

Was viele nicht wissen: Für die Hausinstallationen (ab Wasseruhr)  und deren gesundheitliche und technische Eignung zum Transport von Trinkwasser sind die Haus- und Wohnungsbesitzer verantwortlich. Aber auch als Mieter oder Mieterin  kann man durch einige einfache Maßnahmen dafür sorgen, dass die vom WVU gelieferte Qualität des Trinkwassers bis zum Wasserhahn erhalten bleibt.

1. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Es soll farblos, klar, kühl, appetitlich, geruchlos und geschmacklich einwandfrei sein.

2. Aus hygienischen Gründen empfehlen wir, Leitungen die nicht täglich genutzt werden, zu spülen, bevor das Wasser benötigt wird. Dabei sollten alle Wasserhähne für etwa 5 Minuten (bzw. bis zum Erreichen einer Temperaturkonstanz) geöffnet werden.

3. Um zu vermeiden, dass sich Legionellen vermehren, sollten Duschen (auch Badewannen), die nicht regelmäßig benutzt werden, wöchentlich durch ca. 5-minütiges ablaufen lassen von Warmwasser (Temperatur ca. 60 Grad Celsius) gespült werden.

4. Kalkablagerungen an Duschköpfen sollten entfernt werden, da sich auf den rauen Oberflächen Legionellen vermehren können.

5. Warmwasseranlagen müssen so betrieben werden, dass eine gesundheitsgefährdende  Vermehrung von Legionellen vermieden wird. Im gesamten Warmwassersystem sollte eine Temperatur von 60 Grad Celsius nicht unterschritten werden.

6. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass der gesamte Inhalt des Warmwasserspeichers oder eines Boilers einmal täglich auf mindestens 60 Grad Celsius erhitzt wird.

7. Warmes Wasser aus der Leitung ist nicht zum direkten Verzehr geeignet. Bitte weisen Sie die Benutzer darauf hin, zum Trinken und zur Nahrungszubereitung nur kaltes Wasser zu verwenden.

8. Beim Kauf von Geräten wie Waschmaschinen oder Geschirrspülern muss auf das Prüfzeichen DIN/DVGW (Deutsche Vereinigung des Gas- und Was-

serfachs e.V.) geachtet werden. Bei diesen Geräten ist zum Beispiel sichergestellt, dass deren Inhalt nicht in die Trinkwasseranlage zurückfließen kann.

9. Nicht mehr benötigte Geräte müssen vollständig vom Leitungsnetz abgetrennt werden, damit sich kein Bakterien- bzw. Biofilm bilden kann.

10.  Leitungen, die längere Zeit nicht benutzt werden, sollten vom Installateur  abgesperrt und dann entleert werden. Änderungen an der Hausinstallation sollten nur von Fachleuten durchgeführt werden.

Für weitere Informationen und Fragen steht Ihnen der Bereich Umweltschutz unter Telefon 0451/122-3929 zur Verfügung. Unter dem Titel „Trink was – Trinkwasser aus dem Hahn“ hat das Umweltbundesamt einen informativen Ratgeber veröffentlicht. Er liegt im Bereich Umweltschutz, Dr. Julius-Leber-Straße 50-52, zur Abholung während den allgemeinen Dienst-

zeiten bereit.

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