Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 07. September 2010

Tiere vor dem „Tierpark“ schützen

Autorin: Dr. Hildegund Stamm

Lübecker BUNT

Eines der leidigen Endlosthemen der Hansestadt ist der Zustand des sogenannten Tierparks in Israelsdorf. Wegen ihm gibt es seit vielen Jahren Proteste von Tierschützern, Parkbesuchern und Politikern, die aber keine Verbesserung der erbarmungswürdigen Lage der dort lebenden Tiere brachten. Mit dem Beschluss, die Pacht des Tierparkgeländes nicht mehr zu verlängern, entzog die Bürgerschaft bereits vor rund zwei Jahren dem Betreiberehepaar das Vertrauen. Seither steht fest, dass die Anlage spätestens Ende 2011 geschlossen wird. Damit bekamen die Betreiber genügend Zeit eingeräumt, für ihre Tiere eine andere Bleibe zu finden. Zu unserem Entsetzen müssen wir nun aber feststellen, dass einfach nichts passiert und es den Tieren immer schlechter geht. Angebote, die Tiere in andere Parks zu übernehmen, wurden bislang ausgeschlagen. Für Lübeck ist der Tierpark eine Schande, für Touristen ein Schock, am schlimmsten leiden jedoch die Tiere, die in unzumutbaren Zuständen leben. Wir können nur hoffen, dass der neue Umweltsenator Möller, der sich als grünes Bürgerschaftsmitglied stets engagiert in Sachen Tierschutz zeigte und vom damaligen Senator ein konsequentes Einschreiten forderte, nun selbst die entsprechenden Schritte unternimmt, um der leidigen Angelegenheit ein Ende zu bereiten und dem gesetzlichen Tierschutz zur Geltung zu verhelfen. Die ihm unterstellte Tierschutzbehörde hat alle Mittel in der Hand, wenn sie es nur will. Es kann einfach nicht sein, dass Bürger und Tierschützer die Verwaltung weiterhin dazu auffordern müssen, für die Einhaltung von Gesetzen zu sorgen. Es reicht!

V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm

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