Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 14. September 2010

Frühkindliche Entwicklung

„Mittwochsbildung“ beschäftigt sich mit dem Zeitraum von Geburt bis Kindergarten

Seit fünf Jahren ist die „Mittwochsbildung“ der Gemeinnützigen aus der Lübecker Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. In jedem Jahr gibt es ein Schwerpunktthema – so war es die Berufsschulentwicklung im vergangen Jahr. Dieses (Schul)Jahr liegt das Hauptaugenmerk auf der frühkindlichen Entwickung von der Geburt bis zum Kindergarten.

„Wir sind sehr stolz darauf, die neuesten Erkenntnisse auf Forschung und Wissenschaft in der Hansestadt zu verbreiten“, freut sich Antje Peters-Hirt, Direktorin der Gemeinnützigen. Ihr Organisationsteam umfasse zehn Lehrkräfte, Schulleiter und Psychologen, plus einem Gast in diesem Jahr: Teresa Siefer, Leiterin des Kinderschutz-Zentrums Lübeck.

Die vier Säulen der Mittwochsbildungs-Abende werden Familiensoziologie, Säuglings- und Kleinkinderforschung, Hirnforschung und Bildung sein. „Wir wollen alle entwicklungsrelevanten Fragestellungen für diese Lebenszeit abdecken“, so Peters-Hirt. Dabei werden Aspekte wie die Zukunft mit Kindern, die Krippenbetreuung, Bindungserfahrung, Epigenetik, frühkindliche Entwicklung, die vorschulische Erziehung im Ausland, Frühe Hilfen und Frühkindlicher Spracherwerb von Experten beleuchtet. Ende Juni folgt abschließend eine Podiumsdiskussion. „Das Thema wird  zeitnah festgelegt, da bis dahin noch viel passieren kann“, gibt Peters-Hirt einen Ausblick.

Ein wichtiger Grund des aktuellen Themas der Mittwochsbildung ist das 20-jährige Bestehen des Kinderschutz-Zentrums. Vor dem ersten Vortrag am

29. September mit Prof. Dr. Hans Bertram vom Institut für Sozialwissehnschaften der Humboldt Universität zu Berlin zum Thema „Zukunft mit Kindern“ findet ein Festakt zum Zentrum-Jubiläum in der Gemeinnützigen statt.

„Die neue Reihe der Mittwochsbildung ist eine tolle Möglichkeit für Lübeck“, lobt Teresa Siefer die Arbeit. Es sei in der Hansestadt bereits ein intensives Engagement im Bereich Frühe Hilfen entstanden. „Bisher finanziert sich unsere Arbeit aus Spenden, Ziel ist die Verstädtigung. Die Bürgerschaft entscheidet darüber in ihrer Sitzung am 25. September“, ergänzt Siefer ihre Ausführungen. Für die Kinderschutz-Zentrums-Leite-

rin ist eines klar: „Damit Bildung überhaupt greifen kann, braucht es verlässliche und stabile Bindungserfahrungen“. Das sieht auch Schulpsychologe Norbert Hartmann ähnlich: „Es kann sehr früh viel kaputt gemacht werden“.

Antje Peters-Hirt rechnet damit, dass „die Leute uns die Bude einrennen“ anhand des interessanten – und wichtigen – Themas. Beginn der Mittwochsbildungs-Abende ist immer um 19.30 Uhr (Dauer bis etwa 21 Uhr), der Eintritt ist frei.     msn

 

Ein Überblick über die Themen, zu denen Experten, Psychologen und Autoren aus ganz Deutschland referieren:

• 29. September: „Zukunft mit Kindern“

• 27. Oktober: „Frühe Sorge: Risiken der Krippenbetreuung“

• 24. November: „Auswirkungen früher Bindungserfahrungen – Erkenntnisse aus der Bindungsforschung“

• 26. Januar: „Der zweite Code – Epigenetik. Warum uns vorge-   burtliche und frühkindliche Erfahrungen ein Leben lang prägen“

• 23. Februar: „Monday – Frühkindliche Entwicklung erfolgreich begleiten und dokumentieren“

• 30. März: „Andere Länder, andere Kindergärten! Die vorschulische Erziehung im europäischen Ausland“

• 4. Mai: „Frühe Hilfen: Gesundes Aufwachsen, Förderung und Schutz von Kindern – auch ein Beitrag zur Bildung?“

• 25. Mai: „Frühkindlicher Spracherwerb“

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