Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 14. September 2010

Standortgerechte Fischbrötchen

Autor: Carl Howe

Die Grünen

Im Bauausschuss am 6. September wurde mit den Stimmen von GRÜNEN, SPD und LINKEN die Bebauung der Tornadowiese in Travemünde abgelehnt. DIE GRÜNEN leisteten seit der ersten Vorstellung des Investors Gosch Widerstand gegen die geplante Bebauung und waren damit auf einer Linie mit dem Gestaltungsbeirat. Dem Investor wurden von Seiten der Politik und der Bauverwaltung alternative Standorte (Fischereihafen und Aquatop) genannt, die dieser ohne Zögern verwarf. Es wurde gesagt: „Wenn nicht auf der Tornadowiese, dann gar nicht. Wir gehen dann in einen benachbarten Kurort“. Dieses Vorgehen ist nicht hinnehmbar für eine Stadt, weil sie mit ihrer Planung die Entwicklung der Stadt steuert. Es geht nicht an, dass ein Investor bestimmt, wo gebaut wird und wo nicht, da dieser in erster Linie nur an sich denkt und nicht das Wohl der Stadt im Auge hat und damit auch nicht das Wohl der ansässigen Bevölkerung. Wir sind erfreut, dass die SPD sich unseren Argumenten nicht verschlossen hat. Ein „Geeier“ der Sozialdemokraten, wie die LN am 07.09.10 in ihrem Artikel „Gosch-Markthalle abgelehnt“ berichtet haben, ist in unseren Augen nicht zu bemerken, vielmehr hatte sich die SPD sogar die Mühe gemacht und die Ortsbesichtigung einer Restauration von Gosch in St. Peter Ording durchgeführt. Bezeichnenderweise sind die Ja-Stimmen der SPD von 2009 aus dem Ortsrat Travemünde heute BfL-Stimmen. DIE GRÜNEN und die SPD sind für die Stärkung der Travemünder Wirtschaft eingetreten und nicht für auswärtige Investoren. Wir möchten, dass die ansässigen Travemünder Gastronomen Fischbrötchen weiterhin verkaufen dürfen.

V.i.S.d.P.: Lilo von Holt

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