Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 21. September 2010

Reise in das Mittelalter

Bau des Europäischen Hansemuseums geht in die nächste Phase

Im Mittelalter war Lübeck die „Königin der Hanse“ – seit 2006 ist  der Bau des Europäischen Hansemuseums durch die Machbarkeitsstudie des Architektur- und Designbüros „Studio Andreas Heller“ konkret im Gespräch.

Die Possehl-Stiftung, die die Planungen finanzierte und sie im Jahr 2008 der Stadt übergab, sicherte die Übernahme von 14 Millionen Euro der Investitionskosten von insgesamt 24 Millionen Euro zu – die restlichen zehn Millionen Euro werden durch EU-Gelder finanziert.

Die Lübecker Bürgerschaft gab in ihrer Juli-Sitzung endgültig grünes Licht für Bau des Hansemuseum auf dem Areal des jetzigen Burgklosters mit 7500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Der Stadt selbst entstehen durch die Errichtung keine Kosten, sie übernimmt jedoch den jährlichen Zuschuss von 400.000 Euro, der bisher in das Burgkloster floss. Rund 120.000 Besucher jährlich werden in dem neuen Museum erwartet.

Zentrum des Hansemuseums soll das Burgkloster werden, ergänzt von einem Neubau an der Untertrave. In dem Kulturforum werden ein Wissensmuseum und die Ausstellungen „Klerus, Kirche, Mittelalter“ einziehen; in den Neubau soll eine Ärchäologische Ausstellung gezeigt werden. Auch Straßenszenen aus dem Mittelalter sollen das damalige Leben widerspiegeln.

Der Bau des Europäischen Hansemuseums soll 2012 beginnen, aus diesem Grund schließt das Kulturforum Burgkloster zum Ende nächsten Jahres. Die Eröffnung ist für 2014 geplant, in dem Jahr wird Lübeck auch die Ausrichterin des 34. Hansetages sein.

„An den Bauunterlagen wird wird bereits unter Hochdruck gearbeitet“, sagt Hans Wißkir-

chen, Chef der Lübecker Museen. Erste Einblicke für die Öffentlichkeit soll es Anfang nächs-ten Jahres geben.

Am 30. September entscheidet die Bürgerschaft über den Erwerb des Grundstückes der Deutschen Seemannsmission an der Untertrave. Die Kaufsumme von 1,45 Millionen Euro soll ebenfalls die Possehl-Stiftung über-nehmen.

Eine Frage, die sich bei der Schließung des Burgklosters und dem Bau des Hansemuseums stellt, ist: Was passiert mit der jetzigen Leiterin Ingaburgh Klatt, die viele Jahre die Geschicke des Kulturforums leitete? „Sie feiert im Februar 2012 ihren 65. Geburtstag und wird dann in Pension gehen. Schließung und Geburtstag von Ingaburgh Klatt sind also fast zeitgleich“, so Wißkirchen.        msn

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