Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 21. September 2010

Heute: Clever unterwegs, besser leben

Europäische Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September

An dieser Stelle informiert Sie  der Bereich Umweltschutz über aktuelle Themen zu Umwelt und Gesundheit. Heute: Mehr Kontrolle für Ihre Energiekosten.

Bereits zum neunten Mal lud die EU ein, sich an der Europäischen Mobilitätswoche zu beteiligen. Der Bereich Umweltschutz warb für nachhaltige Mobilität. Gesundheit und Mobilität lassen sich hervorragend verknüpfen - dies unterstreicht das diesjährige Motto „Clever unterwegs, besser leben“. Der Umstieg vom Auto aufs  Rad entlastet die Straßen, verringert Lärm und Schadstoffe, fördert die Gesundheit und erhöht die Lebensqualität in Städten und Gemeinden.

In Lübeck machte sich auf dem Lübecker Altstadtfest am vorletzten Wochenende die Verbraucherzentrale für dieses Thema stark: Sie lud Bürgermeister Bernd Saxe, Umweltsenator Bernd Möller, Dr. Volker Koß von den Grünen, Manfred Hellberg, Leiter des Bereichs Umweltschutz und Carsten Kramer, Vorsitzender des ADFC Lübeck, zu einer ungewöhnlichen Fahrt ein: Auf einem Konferenzfahrrad mit sieben Sitzen ging es vom Marienkirchplatz durch die Lübecker Altzstadt. „Das passt wunderbar zu unserem Konzept, ein Klimaschutzprogramm für Lübeck auf die Beine zu stellen und dafür Möglichkeiten der Umsetzung zu finden. Wir sind dabei immer wieder auf funktionierende praktische Projekte angewiesen“, so der Umweltsenator Bernd Möller.

Lübeck war bereits die 22. Station der bundesweiten Radshow der Verbraucherzentrale, auf der interessante und interaktive Aktionen rund um das Thema „Mit Fahrrad, Bus oder Bahn unterwegs“ angeboten werden. Die Veranstaltung ist eingebettet in die vom Bundesministerium geförderte Kampagne „Für mich. Für dich. Fürs Klima.“

Wie in fast allen europäischen Städten hinterlässt der enorme Anstieg des motorisierten Verkehrs auch in Lübeck schwerwiegende Spuren bei der Bevölkerung. Besonders gefährdete Gruppen wie Kinder und ältere Personen leiden unter den schlimmsten Folgen. Verkehrsunfälle betreffen in der gesamten EU direkt Hunderttausende von Bürgern und führen zu tödlichen Verletzungen bei jährlich Zehntausenden. Indirekt hat der motorisierte Verkehr negative Auswirkungen auf unsere Atemwege sowie das Herz-Kreislauf-System und verursacht Stress.

Trotz vieler Vorteile aktiver Mobilität, wie Radfahren und Zufußgehen, bewegen sich zwei Drittel der EU-Bevölkerung über 15 Jahre nicht ausreichend. Dies verursacht Folgekosten für die EU-Gesundheitssysteme in Höhe von 180 Milliarden Euro jährlich. Dazu EU-Umweltkommissar Janez Potocnik: „Zu viele Europäerinnen und Europäer nutzen ihr Auto für lange und – noch bedenklicher – kurze Strecken. Dies gibt Anlass zur Sorge aus vielseitigen Gründen: Mehr Autofahrten führen zu mehr Unfällen auf den Straßen und zu einer höheren Luftverschmutzung. Darüber hinaus bedeutet eine zunehmende Autonutzung weniger körperliche Betätigung, die europaweit zu hohem Übergewicht und Fettleibigkeit beigetragen hat. Das Motto der Europäischen Mobilitätswoche 2010 ,Clever unterwegs, besser leben’ ist ein Weckruf für Städte und Gemeinden, die Auswirkungen von verkehrspolitischen Maßnahmen auf das städtische Umfeld sowie die Lebensqualität stärker zu beachten.“

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