Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 21. September 2010

AWO-Frauenhaus muss bleiben

Autorin: Ulrike Siebdrat

SPD

Die Regierung Carstensen/ Kubicki beweist erneut, dass sie etwas gegen die Hansestadt Lübeck und ihre Einwohner hat. Bezeichnend ist, dass bei den Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen in der Hansestadt Lübeck fast ¾ aller Einsparungen des Ministeriums angebracht wurden. Das stetig wiederholte Märchen von bestehenden Überkapazitäten ist längst widerlegt. Ihr Beschluss, die Förderung des Frauenhauses der AWO in Lübeck einzustellen und damit die Zahl der Plätze in den Lübecker Frauenhäusern faktisch zu halbieren, ist frauen-, kinder- und familienfeindlich. Der Bedarf ist vorhanden. Das vorhandene Angebot reicht kaum aus, um die vorhandene Nachfrage abzudecken. Gleichzeitig werden eine Verlagerung und Bündelung von Aufgaben in der Landeshauptstadt Kiel vorgenommen und damit ein Rückzug aus der Fläche vorbereitet. Diese regionale und fachliche Fehlentscheidung der Landesregierung ist empörend und gefährdet die Arbeitsfähigkeit und Existenz von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen in der Hansestadt Lübeck. Die schleswig-holsteinischen Frauenhäuser dürfen nicht als Verfügungsmasse zur Haushaltskonsolidierung herhalten. Und es gibt keine Alternative, Hilfe suchende Frauen auf Einrichtungen in anderen Städten und Gemeinden zu verweisen. Das Land Schleswig-Holstein entzieht sich mit dem Sparpaket seiner Verpflichtung, Frauen und Kinder vor häuslicher Gewalt zu schützen, indem sie den bewährten und funktionierenden Hilfsangeboten die finanzielle Grundlage raubt.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

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