Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 21. September 2010

Kein Schuldenabbau über Sozialabbau

Autorin: Heidi Näpflein

Die Grünen

Die Kieler Landesregierung stellt Sparvorschläge in den Raum, die Menschen betrifft, die u.a. Opfer von Gewalt sind und Menschen, die beratend, betreuend und heilend versuchen zu unterstützen. Prävention als preiswertestes Angebot gesellschaftspolitische Prozesse zu steuern, ist in Kiel nicht verstanden oder vergessen worden. Die Konsequenzen, die sich aus der „Sparliste“ ergeben, werden die GRÜNEN nicht tatenlos hinnehmen. Meinung auf die Straße tragen, ist Tradition und wird Diskussionen in Gang setzen. Dem christlichen Anteil in ihrer Namensgebung wird die CDU mit diesen Entscheidungen nicht gerecht. Im sozialen Bereich Mittel zu kürzen bedeutet, politische Verantwortung abgeben. Auf kommunale Ebene werden sich die Lübecker GRÜNEN im Nachtragshaushalt 2010 vehement für die Erhöhung der Budgets für die Freien Träger und Vereine einsetzen, die als Stütze der Prävention-, Betreuungs-und Versorgungsleistung zu sehen sind, denn diese Aufgaben kann sich die Kommune personell schon lange nicht mehr leisten. Es liegt an der Haltung dieser Berufsgruppe, dass auch mit knappen Ressourcen, aufopfernder Bereitschaft, grenzwertiger Vergütung und problembeladenen Arbeitsinhalten eine lebenswerte gesellschaftspolitische Grundversorgung stattfindet. Diese Personengruppe benötigt die Unterstützung aller BürgerInnen, d.h. werden Sie aktiv in Ihrem Umfeld, derartige Sparvorschläge abzulehnen. Eine sinnvolle Kürzung wäre die kurzfristige Neuwahl in Schleswig-Holstein, als Resultat ein kleines sozialpolitisch engagiertes Landesparlament und der Abbau einer aufgeblähten Verwaltung.

V.i.S.d.P.: Heidi Näpflein

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