Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 21. September 2010

Trauerspiel Markthalle

Autor: Uwe-Jens Iwers

Bürger für Lübeck

Es sind bereits viele Worte über das Desaster rund um das aktuelle Vergraulen eines Investors in Travemünde gesagt und geschrieben worden. Auch die Bürger für Lübeck (BfL) finden die Absage unverantwortlich. Es ist bedauerlich, dass SPD-Genossen, die anfänglich der Markthallen-Ansiedlung positiv gegenüberstanden, durch Parteidruck einen Rückzieher gemacht und Millionen-Investitionen mal wieder in eine Nachbargemeinde getrieben haben. Die von Rot-Rot-Grün favorisierten Standorte Fischereihafen oder Nordermole wären erst recht nicht geeignet gewesen. Wer mag den Aufschrei ermessen, wenn zu den vorhandenen Fischrestaurationen am Fischereihafen ein weiteres Restaurant etabliert werden sollte? Wo sollte denn an der Nordermole eine Markthalle stehen, wenn laut Masterplan die gesamte Fläche für Hotel-Neubauten vorgesehen ist? Oder sollen mit dem jetzigen SPD-Vorschlag, doch eine Markthalle an der Nordermole zu errichten, schon von vorne herein Hotelansiedlungen behindert werden? Nein, die BfL stellen fest, die Markthalle am Ende der Vorderreihe zu errichten, hätte den größten Charme gehabt. Der Vorwand, die Fläche würde für die Travemünder Woche  benötigt, wird von dem Ausrichter nicht bestätigt. Eventuelle rund 10.000 zusätzliche Betten bedeuteten auch mehr Gäste, die sich in Travemünde aufhalten. Reine Strandgänger wählen Travemünde derzeit sicherlich nicht als erste Adresse für ihren Urlaub. Also muss in Travemünde mehr für die Attraktivität „drumherum“ getan werden. Sonst kommen diese zusätzlichen Gäste nicht. Wir Bürger für Lübeck meinen, es müssen jetzt endlich Taten her.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner

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