Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 21. September 2010

Lübecks Schulden

Autor: Thomas Rathcke

FDP

Wie im letzten Finanz- und Personalausschuss zu erfahren war, zahlt die Stadt jährlich weit über 30 Mio. Zinsen pro Jahr für ihre Schulden! Ohne Tilgung! Und das, bei einem historischen Zinstief, welches zurzeit vorhanden ist. An die Schulden bei steigenden Zinsen mag man gar nicht denken. Geld, welches fehlt für soziale und wirtschaftliche Bedürfnisse. In der Wirtschaft gibt es den Begriff der Liquidität, d .h. welche finanziellen Mittel hat das Unternehmen für das laufende Geschäft zur freien Verfügung; oder noch einfacher: wie flüssig ist das Unternehmen. Und hier krankt es massiv in unserer schönen Stadt. Alle Ausgaben, die die Stadt tätigt, werden zu einem großen Teil über Kredite finanziert. Aber diese müssen auch irgendwann wieder getilgt werden. Ach ja, und natürlich die o.g. Zinsen! Mit dieser Erkenntnis ist die Politik von rot-rot-grün noch unverständlicher. Sparen, auch im sozialen Bereich, ist nicht unsozial sondern notwendig, um nicht in ein paar Jahren zu wirklich unsozialen Maßnahmen greifen zu müssen, wie z.B. die Reduzierung des ÖPNV, Schließung des Theaters, Renovierungsstau in Schulen und Kindergärten, etc. Auf der anderen Seite muss Lübeck die Einnahmenseite verbessern. Dabei können Investoren, die ihr Geld in Lübeck investieren wollen, helfen. Wenn man jedoch diese Investoren vergrault und zurückweist, wird sich die Haushaltlage nie ändern. Wenn man aber nichts ändern will, oder vor Veränderungen Angst hat, dann hat die jetzige Bürgerschaftsmehrheit bereits verloren!

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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