Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 28. September 2010

Ein Leben für die Natur

Leiter des Museums für Umwelt und Natur geht in den Ruhestand

Ende September wird der langjährige Leiter des Museum für Natur und Umwelt, Dr. Wolfram Eckloff, in den Ruhestand verabschiedet. Der Geschäftsführende Direktor der Lübecker Museen, Prof. Dr. Hans Wißkirchen, verabschiedete den scheidenden Museumsleiter und stellte seine Nachfolgerin, Dr. Susanne Füting, der Öffentlichkeit vor.

„Dr. Eckloff begann 1981 als Museumspädagoge im damals noch Naturhistorischen Museum“, berichtete Wißkirchen. „Für ihn war die Museumspädagogik stets eine der Kernaufgaben des Museums, die mit dem Sammeln, Bewahren, Erforschen und Ausstellen in einem unauflöslichen Zusammenhang stand.“ Im Jahr 1993 übernahm Eckloff die Leitung des Hauses und leitete eine umfassende Modernisierung ein. „Die Modernisierung begann im Erdgeschoss und wuchs immer weiter nach oben. Es waren unter anderem die spektakulären Walfunde in Groß Pampau, die im Museum Platz finden sollten“, erinnerte sich Wißkirchen.

Im Jahr 1999 konnte das Museum unter der Leitung von Eckloff 200 Jahre naturkundliche Forschungen in Lübeck feiern. Damit wurde deutlich, dass das naturkundliche Sammeln, der Beginn der musealen Arbeit in Lübeck, eine große und lange Tradition hatte. Zuvor jedoch erreichte er ein Ziel, das er schon lange angestrebt hatte: die Umbenennung des Museums. Seit 1998 heißt es „Museum für Natur und Umwelt“. In seine Zeit als Museumsleiter fiel – in Zusammenarbeit mit Susanne Füting - die Entwicklung, Konzeption und Umsetzung der ständigen Erlebnisausstellung „Im Reich des Wassermanns“. Sie wurde im Jahr 2008 eröffnet: „Sicher einer der Höhepunkte meiner Arbeit“, bekannte Eckloff.

Grundlage für den Erfolg als Museumsleiter war das Studium der Biologie in Marburg und Freiburg. Unmittelbar daran anschließend begann seine Laufbahn als Assistent im Forstzoologischen Institut der Uni Freiburg. Es folgte die Dissertation. Nach Diplom und Staatsexamen in Biologie und Chemie wechselte er in den höheren Schuldienst. Dann ging er als Museumspädagoge ans Naturhistorische Museum nach Lübeck – ein Wechsel, den Eckloff als „großes Glück“ empfindet. „Schon als Kind haben mich die Natur und der biologische Waldschutz interessiert“, erzählte der 1945 geborene Eckloff. Und bekannte in sehr persönlichen Worten: „Es ist ein Geschenk, wenn man die eigene Leidenschaft für eine Sache zum Beruf machen kann, so wie ich das tun konnte.“ Eckloff übergibt die Leitung des Hauses – zunächst kommissarisch – an Susanne Füting. Die Dipl.-Biologin aus Greven (Münsterland) ist bereits seit 1996 im Museum für Natur und Umwelt als stellvertretende Museumsleiterin tätig und hat die neue Aufgabe  mit viel Engagement übernommen. „Ich danke Wolfram Eckloff für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen 29 Jahren und wünsche ihm Glück, Freude und Gesundheit für seinen Ruhestand“, so Wißkirchen. Nach eigenem Bekunden wird Eckloff zukünftig mehr Zeit mit Philosophie, Lyrik, Gesang und Malerei verbringen.

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