Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 28. September 2010

Weniger Fleisch ist gut für's Klima

Autorin: Hilde Klöckner

Die Grünen

Wir bringen in die nächste Bürgerschaftssitzung einen Antrag ein, mit dem ein „Vegetarischer Tag“ in der Woche in städtischen Kantinen und in Schul- und Kindergartenmensen populär gemacht werden soll. Gleichzeitig sollen auch die Lübecker Restaurants und Gaststätten für die Idee eines fleischlosen Tages in der Woche mit vegetarischen Gerichten begeistert werden. Vorbild für den „Vegetarischen Tag“ ist Gent, eine Stadt in Belgien, deren Stadtverordnete den Donnerstag als „Veggiday“ gekürt haben – was von den KöchInnen in den öffentlichen Kantinen und den Schul- und Kindergartenmensen umgesetzt wird. Auch Bremen hat mit einer breit angelegten Initiative der „Bremer Bürgerstiftung“ mittlerweile den Donnerstag zum fleischlosen Tag erkoren, an dem in Kantinen und Restaurants auf Fleisch verzichtet werden soll. Mit einer solchen Initiative könnte ein wichtiger Beitrag für das Klima geleistet werden, mit dem jede(r) von uns seine persönliche CO2–Bilanz verbessern kann. Immerhin ist die Fleischproduktion für 18 Prozent der klimaschädlichen Gase weltweit verantwortlich. Rinder produzieren bei der Verdauung erhebliche Mengen Methan, das 25mal so schädlich ist wie CO2. Außerdem werden in Südamerika immer mehr CO2-absorbierende Regenwälder vernichtet, um noch mehr Weideland zu schaffen. Somit ist der Fleischverzicht der einfachste Beitrag zum Klimaschutz, der sofort und ohne große Vorbereitungen umgesetzt werden kann. Wenn über 200.000 LübeckerInnen an 52 Tagen zusätzlich vegetarisch essen würden, ersparten sie der Umwelt die Kohlendioxid-Belastung von zirka 18.000 Autos pro Jahr.

V.i.S.d.P.: Susanne Hilbrecht

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