Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 28. September 2010

Lehren der Migrations-Diskussion

Autor: Dr. Raimund Mildner

Bürger für Lübeck

Man mag zu den Aussagen im Buch „Deutschland schafft sich ab“ und der Sarrazin-Diskussion in allen Medien denken was man will. Ein Fazit scheint sich als kleinster gemeinsamer Nenner aber mit hinreichender Sicherheit ableiten zu lassen: Die Bemühungen um die Integration von Migranten der 1. bis 3. sowie zukünftiger Generationen sollten von deutscher Seite und den Migranten selbst noch deutlich verstärkt werden. Aus den sachlichen Debattenbeiträgen kann man insoweit auch schließen, dass es den Königsweg für eine erfolgreiche Migration nicht gibt: Man muss sich immer an den örtlichen Gegebenheiten orientierten. Wichtig ist dabei offensichtlich ein Mix von deutschen Migrationsbemühungen auf emotional nachbarschaftlicher Ebene, die das alltägliche Zusammenleben einfacher gestalten, vor allem die Förderung von Kinder-/Jugendfreundschaften. Andererseits ist aber auch die tätige Unterstützung z.B. durch schulbezogene Nachhilfen o. ä. wichtig. Darüber hinaus scheint Einvernehmen zu bestehen, dass die Vorbildfunktion von Mitbürgern mit Migrationshintergrund in herausgehobenen Stellungen der Gesellschaft die Motivation zum Nacheifern unterstützt. Vorbildhafte Szenarien der Integration lassen sich an vielen beispielgebenden Projekten in deutschen Landen identifizieren. Die BfL ermutigen daher den Runden Tisch Migration, die mobilisierte Diskussion auf Grund des Sarrazin-Buches nicht in weitere irgendwie geartete Schuldzuweisungen zu verlängern. Vielmehr sollten gezielt insbesondere ehrenamtlich gestützte Initiativen angeschoben und zusätzliche Umsetzungsanstrengungen unternommen werden.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner

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