Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 05. Oktober 2010

SPD setzt auf Gespräche

Autor: Jörg Hundertmark

SPD

Die Bilanz des diesjährigen Volksfestes fällt leider ernüchternd aus. Weniger und unzufriedene Besucher und Schausteller sowie ein enttäuschendes Angebot,lassen sich nicht leugnen – die Lübeckerinnen und Lübecker haben mit ihren Füßen abgestimmt. Unbestritten ist, daß das traditionsreiche Lübecker Volksfest in einer tiefen Krise steckt und dringend neuer Impulse bedarf. Und die schwindende Attraktivität und die schlechten Zahlen sind nicht allein der schwierigen Wirtschaftslage geschuldet. Die SPD kann den Vorstoß des Wirtschaftssenators nachvollziehen. Sie kann sich aber mit der Idee der Verwaltung für eine einjährige Denkpause für das Volksfest nicht anfreunden. Eine Denkpause birgt die Gefahr, eine eng mit der Lübecker Geschichte verbundene Veranstaltung endgültig zu beerdigen. Die Lübecker CDU macht es sich wie immer zu einfach und hat außer Meckern und dunklen Andeutungen keine zukunftsweisenden Vorschläge zu bieten. Sie weiß doch selbst, dass sich zahlreiche Gesprächsrunden mit dem Volksfest beschäftigt haben und Ideen wie der Verzicht auf Miete für attraktive Fahrgeschäfte nicht gefruchtet haben. Lübecks CDU hatte während ihrer absoluten Mehrheit 5 Jahre Zeit,um das Volksfest für die geänderten Ansprüche der Besucher und der scharfen Konkurrenz durch Freizeitparks fit zu machen. Wir wollen der traditionsreichen Veranstaltung weiterhin eine Chance geben und setzen die Gespräche mit allen Beteiligten fort. Die Frage der seit langem diskutierten Parkplätze,der Dauer der Veranstaltung, des Standortes,aber auch der unverkennbaren Qualitätsprobleme werden kein Tabu sein.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

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