Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 05. Oktober 2010

CDU beantragt Resolution zu UKSH

Autor: Peter Sünnenwold

CDU

In einem Resolutionsantrag für die Bürgerschaft forderte die CDU-Fraktion die Landesregierung dazu auf, voreilige Pläne für eine Privatisierung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) nicht umzusetzen. Das UKSH ist ein unerlässlicher Faktor für die Gesundheitswirtschaft in unserem Bundesland. Das Engagement der Mitarbeiter hat zudem bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie den Konsolidierungskurs des Unternehmens unterstützen. Die Landesregierung hat dagegen zu keinem Zeitpunkt die Alternativlosigkeit einer Privatisierung deutlich machen können. Auch die Befürchtung, der Campus Lübeck könnte bei einer Privatisierung der beiden Standorte des Klinikums unverhältnismäßig benachteiligt werden, konnte weiterhin nicht ausgeräumt werden. Ohnehin lässt spätestens die geltende Tarifvereinbarung eine Privatisierung nicht zu. Wir erwarten von der Landesregierung, sich an die von ihr gemachten Zusagen und Vereinbarungen zu halten. Jegliche Privatisierungspläne sollten daher mindestens bis zur Wahl des schleswig-holsteinischen Landtags im Jahre 2012 zurückgestellt und so eine breite öffentliche Debatte über die Zukunft des UKSH ermöglicht werden. Die Menschen im Land haben ein Recht darauf, über diese wichtige Frage im Rahmen einer Landtagswahl entscheiden zu können. Zu einer weiteren Verschiebung der notwendigen Investitionen an den beiden Standorten darf es bis dahin jedoch in keinem Fall kommen. Das UKSH, die medizinische Versorgungsqualität und die Erwartungen des Wissenschaftsstandorts Schleswig-Holstein lassen eine weitere Verzögerung nicht zu.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de