Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 05. Oktober 2010

Wissenschaftsstadt kein Marketing

Autor: Dr. Raimund Mildner

Bürger für Lübeck

Der Finanz- und Personalausschuss unter seinem Vorsitzenden Jan Lindenau hat die Bürgermeistervorlage zur Beteiligung der Stadt Lübeck am Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft 2012“ als Marketingaktion abgetan und daher wurde die Vorlage abgelehnt. Abgesehen davon, dass das Marketing für Lübeck vor allen Dingen für die Standortprofilierung im Kontext von Technologie und Wissenschaft überaus notwendig ist und für die ansässigen aber insbesondere für die anzusiedelnden Unternehmen sogar unverzichtbar, verkennt der Ausschusses offensichtlich die anderen Dimensionen der Bewerbung. Es geht bei „Stadt der Wissenschaft“ vorrangig nicht um Marketing, sondern primär um die Durchführung eines Aktionsprogramms für die Weiterbildung von Lübeckern in allen Lebensbereichen und Altersgruppen unter dem Motto „Lebenslanges Lernen“, das unverzichtbare gesellschaftliche Aufgabe ist. An dieser Thematik setzt die Bewerbung an und wird mit weit überwiegender finanzieller Unterstützung der Lübecker Stiftungen und Unternehmen einen nachhaltigen Beitrag für die Entwicklung Lübecks leisten. Geradezu selbstverständlich ist dabei, dass sich die Stadt Lübeck mit einem bescheidenen Eigenanteil beteiligt. Auch weil der Stifterverbande eben diesen kommunalen Anteil von den Bewerberstädten fordert und lebenslanges Lernen mit Unterstützung der ansässigen Hochschulen eine zunehmend wichtiger werdende Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge ist. Eine weitere Verweigerungshaltung wäre eine Rolle rückwärts gegenüber der mächtigen Demonstration des Bürgerwillens bei „Lübeck kämpft für seine Uni“ bedeuten.

V.i.S.d.P.:  Dr. R. Mildner

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