Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 05. Oktober 2010

IKEA ohne „Wenn und Aber“

Autor: Carsten Stier

FDP

Die Dänischburger und Kücknitzer kämpfen seit Jahren um ihre Existenzen. Sie haben den Niedergang von Flender, den Hochhöfen und unlängst von Villeroy & Boch mit dem einhergehenden Verlust von hunderten von Arbeitsplätzen erlebt. Dann erreicht endlich mal ein Lichtblick diese Stadtteile und unser hoch verschuldetes Lübeck: IKEA möchte sich in Dänischburg ansiedeln. Die Skandinavier überlegten sich für Lübeck ein einzigartiges Konzept. Neben einer IKEA-Filiale soll ein Skandinavien-Center, ein Bau- und Gartenmarkt sowie ein „House of Living “ mit Bootsanleger und Bahnhaltepunkt angesiedelt werden. Die Skandinavier wollen 120 Millionen Euro investieren, circa 500 Arbeitsplätze schaffen, die Gewerbesteuer vor Ort zahlen und bis zu drei Millionen Besucher jährlich anlocken. Das ist für unsere Stadt wie ein „Sechser im Lotto“. 82 Prozent aller Lübecker sind hellauf begeistert. Natürlich protestieren einige sehr wenige, aber lautstarke Einzelhändler in der Lübecker Innenstadt. Angeblich würde das innenstadtrelevante Sortiment gefährdet, man sieht sich in seiner generellen Existenz bedroht. Sind Ein-Euro-Geschäfte, Handy-Shops, Fast-Food-Läden, Banken, Cafes oder Billig-Textilien das von IKEA gefährdete Innenstadtsortiment? Propagieren vielleicht nicht nur einige große Kaufhäuser aus Lübeck und Schwartau diese Weltuntergangsstimmung, um sich lästige Konkurrenz vom Halse zu schaffen? Wir fordern die übrigen politischen Parteien auf, sich nicht davon beeindrucken zu lassen. Die FDP Lübeck freut sich ohne „Wenn und Aber“ auf IKEA mit dem Skandinaviencenter.

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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