Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 12. Oktober 2010

Lübeckerinnen engagiert im Ehrenamt

Drei Frauen aus der Hansestadt erhielten das Verdienstkreuz am Bande

Renate Menken, Ingeborg Spitzer-Koldewey und Oberin Irma Totzki sind vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen überreichte die Auszeichnungen am vergangenen Dienstag in Kiel.

Renate Menken ist seit mehr als 30 Jahren im sozialen und kulturellen Bereich engagiert. Sechs Jahre lang war sie Direktorin der „Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeiten“, später dann stellvertretende Direktorin. Als Vorsitzende mehrerer Ausschüsse betreute sie Stiftungen, die unter dem Dach der Gesellschaft verwaltet werden. Daneben war sie von 2002 bis 2008 für die Geschicke der Musik- und Kunstschule der Gesellschaft verantwortlich. Außerdem engagierte sie sich 20 Jahre lang für die Familienbildungsstätte und die Lübecker Mütterschule.

Seit 1996 macht sich die Ordensträgerin im Vorstand der Possehl Stiftung stark. Sie ist seit 2003 im Arbeitsausschuss, wurde 2007 stellvertretende Vorsitzende und leitet die Stiftung seit Januar 2009.

Außerdem setzte sie sich beim neu aufgelegten Bildungsfonds, beim Bundesprojekt „Lernen vor Ort“ und bei der Errichtung einer Musik-Kindertagesstätte ein.

Ingeborg Spitzer-Koldewey aus Lübeck-Travemünde engagiert sich seit den 70er Jahren in der „Gemeinnützigen“ in Lübeck. Von 1977 bis 1983 leitete sie die traditionsreiche Einrichtung als Vorsteherin.

Außerdem leitete sie 30 Jahre lang den Frauenarbeitskreis Lübeck, eine Tochtergesellschaft der Gemeinnützigen.

Unter ihrem Vorsitz haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises für in Not geratene Menschen eingesetzt. Die Aufmerksamkeit galt besonders Kindern und Senioren. Daneben kümmerte sie sich um die Kleiderstelle des Frauenarbeitskreises. Sie schaffte es, dass die Kleiderstelle jährlich 10.000 Euro für bedürftige Menschen in Lübeck spendet und auch Vereine und Verbände unterstützt. Oberin Irma Totzki aus Lübeck-Travemünde begann 1964 als Schwester des Deutschen Roten Kreuzes. Heute ist sie Geschäftsführerin des Krankenhauses Rotes Kreuz Lübeck, einem Fachkrankenhaus für Geriatrie. Seit 1981 vertritt sie den Verband der Schwesternschaften des Roten Kreuzes ehrenamtlich im Vorstand des DRK-Kreisverbandes Lübeck. Dort kümmert sie sich besonders um das Jugendrotkreuz. 1995 wurde sie Vizepräsidentin des Verbandes der DRK-Schwesternschaften in Lübeck. Ihr liegt es besonders am Herzen, Innovationen in den Schwesternschaften zu fördern und gleichzeitig ethische Grundsätze zu vermitteln.

Ihr Anliegen ist es auch, den Pflegeberuf weiter zu entwickeln und attraktiver zu gestalten. Seit 1992 kümmert sie sich auch um die Begleitung und Beratung von Aids-Patienten und leistet in diesem Bereich Präventionsarbeit.

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