Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 12. Oktober 2010

Jugend ohne Hoffnung

Autorin: Kordula Michels

Die Linke

Junge Menschen, die über kein eigenes Einkommen verfügen und auf die Hilfe der Bundesagentur angewiesen sind, haben auch in Lübeck schlechte Chancen dieser Situation zu entrinnen. DIE LINKE forderte den Bürgermeister in einem Antrag in der letzten Bürgerschaftssitzung auf, ein Konzept und Maßnahmenkatalog zur Lösung der Probleme dieser Jungendlichen zu erstellen. Es besteht zu allererst das Problem der Unterbringung: Die Stadt bringt für viel Geld junge Erwachsene (wie auch andere Obdachlose) in Pensionen unter. Der Weg aus diesen Pensionen ist nahezu unmöglich, da die von der Bundesagentur für Arbeit vorgeschriebene Mietobergrenze in keiner Relation zu den Mietpreisen in Lübeck steht. Somit wird die Zwischenunterbringung, in der oft menschenunwürdige Zustände herrschen, zur Dauerlösung.

Ein weiteres Problem besteht in der Antragsstellung, sowie dem Bearbeitungszeitraum. Von den jungen Menschen, die oft durch familiäre Zerrüttung und starke persönliche Schwierigkeiten in die Situation der Obdachlosigkeit kamen, wird erwartet, die kompliziert formulierten und umfangreichen Anträge korrekt und zeitnah auszufüllen.

Wir fordern ein besseres Zusammenwirken der Anlaufstellen! Obwohl es eine Vielzahl von Hilfeangeboten gibt, kooperieren diese Stellen nur wenig miteinander, weswegen positive Aspekte häufig verloren gehen. Ein Konzept, das die betroffenen Stellen zusammenbringt, ist notwendig!

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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