Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 19. Oktober 2010

Engagiert in Lübeck

Freiwilligenagentur ePunkt verhilft zu ehrenamtlichem Engagement

Bekannt geworden ist das Lübecker Bürgerkraftwerk bisher vor allem durch die Freiwilligenagentur ePunkt, die im ersten Jahr ihres Bestehens schon mehr als 150 Lübeckern zu einem ehrenamtlichen Engagement verholfen hat. Jetzt möchte ePunkt das Thema „soziales Engagement" noch intensiver in die Öffentlichkeit bringen. Dazu wurde die Kampagne „Engagiert in Lübeck!" auf die Beine gestellt mit einer Veranstaltungsreihe, die sich wirklich sehen lassen kann und bei der ePunkt mit der Lübecker VHS kooperiert. Renommierte Wissenschaftler, bekannte Politiker und beispielhafte Bürgerinitiativen wurden eingeladen, um „Startlinien für bürgerschaftliches Engagement zu geben". Und damit es nicht abgehobenes Expertentum bleibt, konnten kompetente Lübecker gewonnen werden, die durch „Lübecker Fragen" die Sache auf den Punkt bringen sollen.

Es wird um hochbrisante und sehr aktuelle Themen gehen, zum Beispiel „Was sind die Voraussetzungen von Zivilcourage?" Dazu wird Anfang des nächsten Jahres der Amsterdamer Wissen-

schaftler Dr. Kai Jonas sprechen, der in der öffentlichen Diskussion um die Aufarbeitung des Mordes an Dominik Brunner in München eine wichtige Rolle spielte. Was unter schwierigen Bedingungen an Engagement möglich ist - dazu wird im März 2011 der Berliner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky Stellung nehmen, der mit Neukölln einen der härtesten sozialen Brennpunkte der Republik regiert.

Den Anfang der Reihe macht am 28. Oktober Prof. Klaus Dörner, einer der bekanntesten deutschen Sozialpsychiater. Er wird über soziales Engagement in der Nachbarschaft sprechen. Dort, sagt er, liegen die größten Ressourcen, wenn wir in Deutschland erfolgreich den demographischen Wandel bewältigen wollen. Dörner ist bekannt geworden durch eine Reihe von Buchveröffentlichungen wie „Irren ist menschlich" und jetzt zuletzt „Leben und sterben, da wo ich hingehöre". Die kritischen „Lübecker Fragen" werden durch Rainer Steffens gestellt, der sich seit Jahren in der Aegidienhof–Nachbarschaft engagiert und Vorsitzender des ArchitekturForums ist.

Die Veranstaltungsreihe fällt nicht vom Himmel: Mehr als sechs Monate hat eine Gruppe von engagierten Bürgerinnen und Bürgern an der Ausgestaltung gearbeitet. Besonders gelungen finden sie das Motiv: Der wachsame Löwe vor dem Holstentor. Denn dort oben am Holstentor steht: Concordia domi foris pax - Eintracht drinnen, Frieden draußen. Wie wichtig Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit für das Zusammenleben ist, wurde also schon vor 450 Jahren in Stein gemeißelt. Eine gute Lübsche Tradition, sagen die Organisatoren.

Weitere Informationen gibt es unter www.epunkt-luebeck.de sowie telefonisch bei ePunkt unter 0451/3050405.

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