Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 22. Oktober 2017

Ausgabe vom 19. Oktober 2010

Hotelabgabe ist ungerecht

Autor: Klaus Petersen

CDU

Die Bettensteuer wird nicht nur von der Lübecker Hotellerie abgelehnt, auch die Bevölkerung steht der Hotelabgabe ablehnend gegenüber. So konnte in den letzten Wochen wiederholt widerlegt worden, dass die zu erwartenden Einnahmen aus der Steuer den zusätzlichen Verwaltungsaufwand rechtfertigt. Auch der Standortnachteil Lübecks im Wettbewerb mit den anderen Ostseebädern liegt auf der Hand. Wer in Zukunft an die Ostsee fährt, wird sich in den Nachbarorten einquartieren und mit einem Tagesausflug nach Lübeck oder Travemünde günstiger wegkommen – zum Nachteil der Lübecker Unternehmen und ihrer Beschäftigten. Geradezu obszön werden die Abgabenpläne, wenn nun auch die Gäste von Jugendherberge zur Kasse gebeten werden sollen. Da setzen sich die rot-rot-grünen Akteure dafür ein, dass Flüge zusätzlich verteuert werden, so dass die Urlauber sich aus ökologischen Gründen für einen Urlaub im eigenen Land entscheiden, und dann werden sie hier ebenfalls abkassiert. Es sollte klar sein, dass insbesondere den Gästen von Jugendherbergen das Geld nicht so locker sitzt. Wofür eigentlich soll die Stadt eine derartige Abgabe verlangen können? Die Maßnahmen für Zimmervermittlung und Werbung werden den Hotels schließlich von der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) bereits gesondert in Rechnung gestellt. Die Abgabe soll also Haushaltslöcher stopfen, die zuvor von der rot-rot-grünen Rathausmehrheit geschaffen worden sind. Warum hierfür einseitig die Hotelbetriebe und ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschröpft werden sollen, ist bisher mit keinem Wort begründet worden.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

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