Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 19. Oktober 2010

Kein Atommüll über Lübeck

Autor: Ragnar Lüttke

Die Linke

Die Stromerzeugung aus Atomenergie ist eine unbeherrschbare Technologie, die große Mengen von hochgefährlichem Atommüll produziert. Die Atommülltransporte finden nicht nur von den Atomkraftwerken nach Gorleben statt, sondern werden quer durch Europa und weltweit verschickt. Nun wurde der Transport von Ahaus nach Russland genehmigt, der vermutlich nach Norddeutschland kommen wird und hier mit dem Schiff weitertransportiert werden soll. Welcher Hafen konkret genutzt wird, ist derzeit noch unklar. In Bremen hat die rot-grüne Landesregierung jedoch bis jetzt die Transporte abgelehnt. Ende der 80er Jahre führte ein Transport von einem Versuchsreaktor von Kahl bei Hanau nach Lübeck. Die Proteste gipfelten damals in der mehrtägigen Blockade einer Kaserne, wo der Atommüll zwischen geparkt worden war. Im Jahr 1990 wurde der Hafen von der Bürgerschaft teilentwidmet und somit für Atomtransporte gesperrt. Aus einer Anfrage in der Bürgerschaft von 1994 geht hervor, dass spaltbares Material „seit dem 27.09.1990 über das öffentliche Hafengebiet der Hansestadt Lübeck nicht verschifft wurde“. Über Transporte auf der Schiene oder Straße, liegen jedoch keine Erkenntnisse seitens der Stadt vor. Mit einer Anfrage will DIE LINKE in der Bürgerschaft klären, ob das Verbot auch heute noch gilt. Auch wollen wir wissen, ob dieses Verbot der Verschiffung von radioaktivem Materials noch ausgeweitet werden kann. Denn eines ist für uns klar: Kein Atommüll über Lübeck. Hoffen wir, dass noch viele Städte unserem Beispiel folgen, damit diese gefährlichen Transporte beendet werden.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de