Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 19. Oktober 2010

Keine Gentechnik auf Lübecks Flächen

Autorin: Dr. Hildegund Stamm

Lübecker BUNT

Neben der zivilen Atomnutzung ist auch die Gentechnologie ein hochriskantes Unterfangen, bei dem die Gesundheit von Mensch und Umwelt dem Profitstreben großer Konzerne geopfert wird. Die Bürgerschaft hat erfreulicherweise mit einer Resolution die Bundesregierung aufgefordert, die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zurückzunehmen. Analog müsste jetzt auch ein Beschluss zur Gentechnik gefasst werden. Denn die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Lebensmitteln auf die menschliche Gesundheit sind nicht geklärt. Und die ökologischen Risiken der Agro-Gentechnik sind nicht annähernd abschätzbar. Mit einem entsprechenden Beschluss würde Lübeck dem Beispiel von derzeit 235 Kommunen folgen, die sich zur gentechnikfreien Zonen erklärt haben. Sie verpflichten sich damit, auf ihren Flächen keinen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zuzulassen und in den öffentlichen Einrichtung und Betrieben der Stadt keine gentechnisch veränderten Lebensmittel oder Zutaten zu kaufen und zu verwenden. Mit der Beteiligung an der Aktion „Keine Gentechnik auf kommunalen Flächen“ können wir unseren Beitrag dazu leisten, dem Einsatz der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion in Deutschland einen Riegel vorzuschieben. Denn je größer die Fläche ist, auf der ein Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen erlaubt ist, desto unattraktiver wird Gentechnik für die Konzerne. Es wäre deshalb schön, wenn eine breite Diskussion darüber auch in Lübeck zustande kommen würde, an deren Ende ein entsprechender Beschluss gefasst würde. Weitere Informationen: www.gentechnikfreie-regionen.de.

V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm

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