Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. Oktober 2010

500 Demonstranten vor der MuK

Angela Merkel steht trotz Protesten für die feste Fehmarnbeltquerung

Am vergangenen Mittwoch diskutierten 1300 Delegierte der CDU aus den nördlichen Bundesländern mit Bundeskanzlerin Angela Merkel den zukünftigen Kurs der Partei. Begleitet wurde der Regionaltag von vier Demonstrationen. 

Bereits am Nachmittag sperrte die Polizei die Willy-Brandt-Allee. Rund um die MuK wurden Absperrgitter aufgebaut, der Zugang zu der Veranstaltung strikt kontrolliert. Die Polizei hatte sich auf größere Störaktionen vorbereitet. Zu denen kam es aber nicht. 

Gegen 18 Uhr erwarteten gut 500 Demonstranten die Bundeskanzlerin. Als diese um kurz nach 18.30 Uhr eintraf, bekamen nur wenige Protestler die Kanzlerin zu sehen. Sie wurde direkt vor den Eingang gefahren. Bei strömendem Regen gaben die Anti-Atomkraft-Demonstranten, der Blindenverband und die Gegner der festen Fehmarnbeltquerung schnell auf. Auch die angekündigte „Umzingelung“ der MuK fiel aus. Um 19 Uhr wurde die Demonstration von den Veranstaltern als beendet erklärt. 

Im Foyer der Musik- und Kongresshalle begrüßte inzwischen CDU-Landeschef Christian von Boetticher die Gäste und die Kanzlerin. Sie solle sich nicht von Störfeuern aus Bayern stören lassen. Lübeck sei älter als München. Und der Norden wurde vor 120 Jahren unter anderem von Niederländern geprägt, die in ihrer Heimat protestiert hatten. 

Trotz der Demonstrationen vor der Tür machte Kanzlerin Angela Merkel klar: Sie stehe für die feste Fehmarnbeltquerung. „Wenn wir auf die erste Bürgerinitiative gehört hätten, hätte es auch keine A20 gegeben.“ Anschließend wurde mit den Delegierten diskutiert.

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