Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 21. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. Oktober 2010

Die Gefahr geht vom Menschen aus

Autorin: Susanne Hilbrecht

Die Grünen

Unfälle passieren und sind nicht immer zu vermeiden. Dies gilt auch für Unfälle mit Hunden. Es gibt allerdings zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass die Aggressivität eines Hundes nicht an der Rassezugehörigkeit festzumachen ist. Trotzdem werden sog. „Kampfhunde“ als per se gefährlich eingestuft. Welche Rassen hierzu zählen, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Es gibt auch Bundesländer, die ganz ohne Gefahrhundeliste auskommen, ohne dass es hier zu vermehrten Unfällen mit Hunden kommt. Wer einen „gefährlichen Hund“ hält, muss hierfür seine Eignung zum Halten solcher Hunde nachweisen. Wir GRÜNE halten einen solchen Nachweis für sinnvoll, allerdings – allein schon aus Tierschutzgründen - nicht nur für die als „Kampfhunde“ stigmatisierten Rassen. Wer z.B. Pferde hält, ist schon seit längerem verpflichtet, einen entsprechenden Sachkundenachweis zu erbringen. In unseren Augen gehört kein Tier in die Hände von jemandem, der wg. eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verurteilt wurde und wer zu Gewaltdelikten neigt, sollte keinen Hund halten dürfen, denn nicht nur Bullterrier und Pitbulls können in falschen Händen zu einer gefährlichen Waffe werden. Auf kommunaler Ebene wollen wir die Diskriminierung einzelner Rassen beseitigen, indem wir die erhöhte Hundesteuer für die sog. „Kampfhunde“ abschaffen wollen. Gleichzeitig müssen aber auch auf Landes- und Bundesebene die entsprechenden Gesetze so geändert werden, dass allein die tatsächliche Gefährlichkeit eines Hundes zählt und nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse.

V.i.S.d.P.: Susanne Hilbrecht

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