Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 02. November 2010

Tierpark schließt Ende des Monats

Vermittlung der Tiere in Auffangstation

Der Lübecker Tierpark schließt Ende Oktober. Das gab Umweltsenator Bernd Möller am vorigen Dienstag bekannt. Für die beiden Affen sei bereits eine Auffangstation gefunden worden. Dorthin wird eventuell auch der Braunbär Bruno vermittelt.

Die Stadt hat den Pachtvertrag für den Tierpark zum Ablauf des Jahres 2011 beendet. Der Betrieb wird nach Angaben des Umweltsenators bereits in diesem Monat eingestellt. Die beiden Affen würden im Laufe des Novembers in eine Auffangstation gebracht. Bei der Abholung soll auch geklärt werden, ob der Braunbär dort aufgenommen wird. Die Untersuchung werde allerdings schwierig, denn eine Betäubung sei riskant. Vorwürfe im Hauptausschuss der Bürgerschaft, dass die Tiere nicht mehr ordentlich versorgt werden, bestätigt der Umweltsenator nicht. Zwei Tierärzte der Stadt seien häufig vor Ort. Möller verwies auch darauf, dass eine Kritikerin des Zoos per einstweiliger Verfügung die Behauptung untersagt wurde, sich über den Gesundheitszustand des Bären kritisch zu äußern. „Genaueres wird die Hauptverhandlung klären.“

Der Tierpark unterliege nicht mehr den Vorschriften für solche Anlagen, so der Senator. Es handele sich nur um im Privatbesitz befindliche Tiere, die ausgestellt werden. Wenn jemand behaupte, dass gegen das Tierschutzgesetz verstoßen werde, solle er das bitte anzeigen. Das sei nicht anders als bei der Katze oder dem Hund des Nachbarn.

Gegründet wurde der Tierpark im Wald von Israelsdorf im Jahr 1952. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Auseinandersetzungen. Prominente Unterstützer und die Tierparkgesellschaft versuchten die Situation zu verbessern, im Jahr 2008 beschloss die Bürgerschaft aber das Aus. vg

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