Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 02. November 2010

Die Zeit des Erinnerns beginnt wieder

Veranstaltungsreihe jährt sich zum 20. Male

Zum 20. Mal findet in Lübeck die Veranstaltungsreihe „Zeit des Erinnerns – für die Zukunft“ statt. Schwerpunkte sind in diesem Jahr die geplante Seligsprechung der Lübecker Märtyrer und das geplante Deportations-Mahnmal am Bahnhof.

Zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 8. Mai 1945 überzogen die Nationalsozialisten zunächst das Deutsche Reich und später fast ganz Europa mit einem Terrorsystem, das Millionen von Opfern hinterließ. Kirchengemeinden, Vereine und kulturelle Einrichtungen haben es sich zur Aufgabe gemacht, an diese Zeit zu erinnern und deren Opfern zu gedenken. Rund um die Gedenktage an die Reichsprogromnacht am 9. November 1938 und an die Hinrichtung der vier Lübecker Geistlichen am 10. November 1943 herum werden Rundgänge, Ausstellungen, Vorträge, Lesungen, Konzerte und Gedenkgottesdienste veranstaltet.

Der Kulturladen im Einkaufszentrum Buntekuh zeigt vom 2. bis 30. November die Ausstellung „Bruder Sinti, Schwester Roma“. Sie zeigt die Geschichte der Sinti und Roma im 20. Jahrhundert. Im Dezember schließt sich eine Ausstellung „Gegen das Vergessen – Brücke der Freundschaft“ an. Der Progromnacht wird am Dienstag, dem 9. November, um 17 Uhr in der Synagoge gedacht. Eine Gedenkmesse in der Herz-Jesu-Kirche findet während der Todesstunde der vier Geistlichen am Mittwoch, 10. November, 18 Uhr statt. Mit einem Benefizkonzert im Burgkloster soll am Donnerstag, dem 11. November, um 18.30 Uhr weiteres Geld für das geplante Mahnmal am Bahnhof gesammelt werden. Für das 50.000 Euro-Projekt fehlen noch 28.000 Euro. Das Mahnmal soll an die Deportationen und Ermordung von Lübeckern in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de