Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 09. November 2010

Sammeln für die Kriegsgräber

Volksbund startete seine alljährliche Haus- und Straßensammlung

14 Soldaten der Marineunteroffiziersschule Plön und des Kreisverbindungskommandos Lübeck eröffneten am Donnerstag die alljährliche Straßensammlung des Volkbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. An zwei Tagen waren sie in der Hansestadt unterwegs, um Gelder für den Erhalt von gefallenen Soldaten zu sammeln. Seit gestern führen rund 250 Schülerinnen und Schüler von sechs Lübecker Schulen die ehrenvolle Aufgabe bis zum 25. November fort.

Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) dankte im Rathaus den Soldaten für ihr Engagement und sagte zu der Aktion: „Diese öffentliche Sammlung ist ein wesentlicher Baustein gegen das Vergessen“. Es gebe kaum noch Zeitzeugen der beiden Weltkriege, sie dürften aber nicht in Vergessenheit geraten.

Im vergangenen Jahr sammelten die Soldaten rund 1000 Euro, die Schülerinnen und Schüler 5000 Euro für den weltweiten Erhalt von Kriegsgräbern.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräbervorsorge kümmert sich im Auftrag der Bundesregierung um über 2,3 Millionen Gräber deutscher Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft auf 827 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern. Besonders in Osteuropa werden immer noch Kreigstote gesucht, geborgen, identifiziert und auf neu angelegten Sammelfriedhöfen beigesetzt. Im Jahr 2009 wurden allen fast 43.000 Kriegstote geborgen, von denen viele Schicksale geklärt werden und die Angehörigen benachrichtigt werden konnten.

Am Volkstrauertrag, dem 14. November, finden im Bürgerschaftssaal des Rathauses um 11.30 Uhr eine Gedenkestunde auf Einladung der Stadt Lübeck un  des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt. msn

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