Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 07. Dezember 2010

Geringe Umweltverschmutzung bei Feuer

Abschlussbericht bestätigt: Brandbekämpfung ohne Schaum war richtige Entscheidung

Es bestand und besteht keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen durch giftige Schadstoffe aufgrund des Großfeuers am 18. August 2010 auf dem Schrottplatz in Lübeck-Herrenwyk. Zu diesem Ergebnis kommt der Bereich Umweltschutz der Hansestadt Lübeck in seinem Abschlussbericht, in dem die Werte der Luft-, Wasser- und Bodenmessungen ausgewertet werden.

Aufgrund der frühzeitigen Entscheidung der Einsatzleitung, bei der Brandbekämpfung keinen Schaum einzusetzen und das Brandgut durch mehrere Bagger sukzessive aus dem Schrotthaufen herauszuziehen und abzulöschen, wurde eine vollständige und schadstoffarme Verbrennung des Brandgutes begünstigt und somit der Umweltschaden minimiert. Die vorliegende Auswertung der verschiedenen Analysen bestätigt diese Einsatzentscheidung. „Im Ergebnis sind wir glimpflich davon gekommen“, so Umweltsenator Bernd Möller. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Feuerwehr und Umwelt vor Ort habe dazu geführt, dass rechtzeitig Maßnahmen zur Minimierung der Luft- und Gewässerbelastung während des gesamten Einsatzes veranlasst wurden.

Im Einzelnen haben die Luftmessungen durch die Spezialeinheit, der Analytischen Task Force der Feuerwehr Hamburg, ergeben, dass es sich bei den gemessenen Substanzen um Stoffe handelt, die überwiegend reizend, aber auch giftig und karzinogen wirken können. Sie sind zum überwiegenden Teil wasserlöslich und brennbar. Alle gemessenen Schadstoffwerte lagen unter dem für die Feuerwehr geltenden sogenannten Einsatztoleranzwert (ETW). Aufgrund der Verbrennung mit sehr hohen Temperaturen und des umfangreichen Einsatzes von Löschwasser sowie des an der Einsatzstelle herrschenden Windes ist anzunehmen, dass der überwiegende Teil der humanen und Umwelt schädigenden Substanzen verbrannt, im Löschwasser gelöst oder durch den Wind relativ stark verdünnt wurde. Auch waren im Wohngebiet während des Brandes bei Ortsbesichtigungen keine Rauchbelästigungen und Brandgerüche feststellbar.

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