Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 21. Mai 2019

Ausgabe vom 11. August 1998

Schul-Arbeiten in den Ferien

In den Lehranstalten wird derzeit gehämmert, gemalert und gemauert

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Im Burckhardt-Gymnasium werden zur Zeit die sogenannten P-Rinnen³ durch Urinale ersetzt ; Foto: C. Przywara

68 städtische Schulgebäude gibt es, und in allen wird in den großen Ferien gemalert, gehämmert oder gemauert. Rund drei Millionen Mark werden in diesem Sommer investiert, um Schäden zu beseitigen, die durch Vandalismus und Verschleiß entstanden sind - oder um den Sicherheitsvorschriften der Feuerwehr Genüge zu tun.

Laut Uwe Jens Hansen, Leiter des Bereichs Hochbau, wurden eine Vielzahl von kleineren Aufträgen vergeben, deren Kosten sich auf weniger als je 10 000 Mark belaufen. Die anderen 2,5 Millionen Mark setzen sich aus rund 80 Einzelaufträgen - Kostenpunkt 10 000 Mark und mehr - zusammen.

Um Sicherheitsauflagen der Feuerwehr zu erfüllen, werden in diesem Sommer knapp eine Million Mark ausgegeben. 1992 haben Feuerwehr, Bauordnung und Hochbau alle städtischen Schulen Lübecks besichtigt und eine Prioritätenliste aufgestellt, die nun nach und nach abgearbeitet wird. In den vergangenen Jahren wurde beispielsweise für zusätzliche Feuerwehrzufahrten und für Fluchtwege durch Nottreppen an den Schulgebäuden gesorgt.

Rauchdichte Treppenhäuser

In diesem Sommer werden in 20 Schulen rauchdichte Metalltüren zu den Fluren eingesetzt und die Treppenhäuser mit einem Rauchabzug ausgestattet.

Für rund 700 000 Mark werden in fast allen Schulen zersprungene Glasscheiben ersetzt und die abplatzende Farbe der Fensterrahmen wird erneuert. Dieselbe Summe wird für Tischler,- Maler- und andere Ausbesserungsarbeiten ausgegeben, die durch Verschleiß aber auch durch mutwillige Zerstörungen notwendig geworden sind. In dieser Summe inbegriffen sind auch Kosten für kleinere Umbauten, wie etwa das Mauern von Trennwänden.

Etwa 300 000 Mark sind für die Reparaturen an Fußböden in Schulgebäuden und Turnhallen angesetzt. Damit beispielsweise losgelöste Platten nicht zur Stolperfalle werden, müssen diese nun ersetzt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten in den Schulen ist laut Norbert Stuhr, Abteilungsleiter Bauunterhaltung im Bereich Hochbau, die Modernisierung der sanitären Anlagen, die ebenfalls rund 300 000 Mark kosten wird. Denn das Gesundheitsamt hat die sogenannten "P-Rinnen" in den Jungen-Toiletten, die noch zur Erstausstattung so mancher Schule aus den 60er Jahren gehören, beanstandet. Diese werden nun Stück für Stück durch Urinale ersetzt, in diesem Sommer allein in acht Schulen. "Das ist ziemlich lohnintensiv, denn es ist eine Knochenarbeit, die in Zementmörtel verlegten Steinfliesen wegzustemmen", erklärt Stuhr. Toiletten, die ohnehin erneuert werden müssen, werden durch modernere und damit wassersparendere Modelle ersetzt.

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