Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 21. Dezember 2010

Eine Weihnachtsgeschichte

Autor: Rolf Klinkel

Die Grünen

Die Bundesregierung feiert Weihnachten bei Glühwein und Weihnachtsgebäck. Auch die Kanzlerin ist in Feststimmung und will endlich Weihnachtsgeschenke verteilen, in diesem Jahr sogar an arme Leute. Da freut sich die Sozialministerin und will gleich jedem Hartz IV Empfänger fünf Euro schenken. Und auch arme Kinder möchte sie bescheren und sogar das Doppelte für Bildung drauflegen. „Zehn Euro monatlich für die Bildung von Kindern? Das werden die Eltern doch nur versaufen!“ Der Finanzminister ist empört und rechnet nach, was das wieder kostet. „Das Geld gibt’s nur als Gutschein“, beruhigt die Sozialministerin die aufgeregte Runde. „Und wer soll das bezahlen?“, fragt der Finanzminister. „Geben ist seliger als Nehmen und Sozialschwache geben gerne…“, predigt die Kanzlerin und murmelt: „Erziehungsgeld“. „Arme Menschen können sowieso keine Kinder erziehen, sonst wären sie ja nicht arm“, meint die Familienministerin und schlägt vor, das Erziehungsgeld für Hartz IV Eltern zu streichen. Die Runde findet den Vorschlag gut und in Weihnachtsstimmung wird gleich noch mehr Soziales gestrichen. Die Streichliste wird lang und länger, der Glühwein weniger und der Finanzminister zählt alles zusammen. „Es bleibt sogar noch was übrig für Weihnachtsgeschenke an reiche Steuerzahler“, freut sich der Finanzchef am Ende der festtäglichen Streichorgie. Und die Stimmung steigt, der Glühwein wirkt und alle singen Weihnachtslieder – nicht schön aber laut. Unsere Fraktion streicht nix für arme Leute und wünscht allen Lübeckern und Lübeckerinnen „Fröhliche Weihnachten!“

V.i.S.d.P.: Rolf Klinkel

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de