Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 11. Januar 2011

EBL muss bürgerfreundlich arbeiten

Autor: Rüdiger Hinrichs

CDU

In der letzten Sitzung des Werkausschusses im Jahr 2010 hat es zum Thema Teilergemeinschaften eine durchaus kontroverse Debatte gegeben. Eine Neuregelung beinhaltet, dass die gemeinsam genutzten Restabfallcontainer von Nachbarn künftig nicht mehr bei jedem Teilnehmer einzeln abgerechnet werden. Stattdessen soll von der Gemeinschaft ein Beauftragter genannt werden, der als Ansprechpartner der Entsorgungsbetriebe (EBL) fungiert und dem auch der Bescheid zugeht. Rückmeldungen von Betroffenen haben aufgezeigt, dass dieses Verfahren aus mehreren Gründen problematisch ist. So ist vor allem der zu findende Beauftrgate als Ansprechpartner der EBL auf einmal für die Zahlung der Gebühren seiner Nachbarn zuständig. Sollte sich vielleicht aus diesem Grund kein Beauftragter in der Nachbarschaft finden, wird die Teilergemeinschaft von den EBL aufgelöst und einzelne Mülltonnen zugeteilt; ein ganz sicher nicht sparsameres Verfahren als bisher. Die CDU hat im Werkausschuss das neue Ver- fahren kritisiert. Ein für alle Seiten akzeptabler Kompromiss wäre aus unserer Sicht, wenn bisherige Tei-lergemeinschaften, die mit der neuen Beauftragtenregelung nicht einverstanden sind, für die bisherigen Lösung optieren können. Leider war es nicht möglich, im Werkausschuss den zuständigen Senator Bernd Möller (B90/Die Grünen) von dieser flexiblen Vorgehensweise zu überzeugen. Wir sind der Meinung, dass die EBL als Monopolist für Restmüllentsorgung eine besondere Verantwortung für die Zufriedenheit ihrer Kunden hat und fordert sie daher dazu auf, die starre Linie der Neuregelung zu überdenken.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

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