Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 25. Januar 2011

Lebenslanges Lernen

3. Lübecker Bildungskonferenz beschäftigt sich mit dem (Un-)Ruhestand

Lebenslanges Lernen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Hansestadt beteiligt sich an der 2009 ins Leben gerufene Initiative „Lernen vor Ort“ des Bundesbildungsministeriums und veranstaltet am 1. März die dritte Lübecker Bildungskonferenz. Nachdem sich die ersten beiden Konferenzen mit dem Übergang von Schule in Ausbildung, Studium und Beruf sowie der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Schule befassten, ist jetzt der  „Übergang Erwerbs-leben – (Un)Ruhestand“ das Thema. Erstmals ist hierzu auch das Zielpublikum öffentlich zugelassen. „Wir wünschen uns eine bunte Mischung aus Unternehmen, Arbeitnehmern und Wohlfahrtsverbänden. 760 Einladungen sind bereits verschickt“, informiert Organisatorin Beatrix Hahner. „Im Erwerbsleben älterer Arbeitnehmer spielt die Weiterbildung eine wichtige Rolle“, so die 33-Jährige weiter. Auch Betriebe sind gefordert, beispielsweise in Gesundheitsfragen, für ihre Mitarbeiter zu sorgen und die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. „Gerade das Fachwissen älterer Mitarbeiter ist Gold wert“. Ein Aspekt, der beim Ausscheiden aus dem Arbeitsleben nicht ohne Belang ist. „Wie kann dieses Wissen dem Unternehmen erhalten bleiben oder weitergegeben werden?“, stellt Hahner eine wichtige Frage. Eine Möglichkeit wäre, dass der Arbeitnehmer dem Betrieb auch über die Rente hinaus erhalten bleibt. Weitere Möglichkeiten für Rentner, die sich nicht komplett zur Ruhe setzen und aktiv am Leben teilhaben wollen, ist das Ehrenamt. „Hier kann der e-Punkt am Mühlentorplatz Tipps und Hilfestellung  bieten sowie passende Ehrenämter vermitteln“, erklärt Hahner. Weitere Einrichtungen seien die Bürgerakademie und der Weiterbildungsverbund Lübeck, die ebenso  am 1. März umfassend über ihre Arbeit informieren.

Teilnehmen werden auch Wohlfahrtsverbände, die oft Anbieter für Senioren-Treffs sind. Die Verbände werden künftig vor einer neuen Herausforderung stehen: „Mit der Änderung des Zivildienstes fallen helfende Hände weg. Eine Überlegung wäre, hier auf die ,Best Ager’ zurückzugreifen“, so Hahner. Einen entsprechenden Vortrag wird Professor Thomas Olk, Sprecherratsvorsitzender des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, halten. Als Hauptreferent des Tages konnte André Schleiter von der Bertelsmann-Stiftung gewonnen werden. Er befasst sich mit „Acitve Aging – wie wir den demografischen Wandel bewältigen!“. Die Firmen J. G. Niederegger und Dräger informieren, wie sie mit betrieblichem Gesundheitsmanagement und der Weiterbildung für die Altersgruppe 50+ und Wissenstransfer umgehen. Die 3. Bildungskonferenz findet am 1. März von 14 bis 17.30 Uhr in den Media Docks statt. Anmeldungen werden bis zum 18. Februar unter Telefax 0451/122-7544 oder lernen-vor-ort@luebeck.de entgegen genommen. Bei Fragen: Telefon 0451/122-7570. Anmeldebögen und das  Programm sind unter www.luebeck.de/bewohner/aktuelles/termine abrufbar.       msn

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