Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 08. Februar 2011

Computer, Internet und Co.

Mit „grüner“ Informationstechnik Geld sparen & Klima und Umwelt schützen

An dieser Stelle informiert Sie der Bereich Umweltschutz über aktuelle Themen zu Umwelt und Gesundheit. Heute: Computer, Internet und Co.

Die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) ist das Rückgrat einer modernen Volkswirtschaft. Aber: Die Digitalisierung der Haushalte und Büros sowie das Internet verursachen einen erheblichen Strom- und Materialverbrauch. Laut dem Umweltbundesamt (UBA) sind allein in Deutschland rund zehn Kraftwerke nötig, um den Strombedarf der ITK in unseren modernen Haushalten zu decken. Ob Digitalkamera, Notebook, Spielkonsole, Handy oder Plasma-Fernseher, die ITK verursachte im Jahr 2007 rund 33 Millionen Tonnen des Klimagases Kohlendioxid (CO2) und damit mehr als der gesamte deutsche Luftverkehr.

Das Umweltbundesamt informiert in einer kostenlosen Verbraucher-Broschüre über Tipps und Kniffe beim Kauf energiesparender Computer, dem grünen Surfen und der umweltgerechten Aufrüstung alter Geräte. Computer mit gleicher Rechenleistung und Ausstattung verbrauchen leider oft unterschiedlich viel Energie. Wie bei Autos gibt es sowohl große Schlucker als auch Energiesparer. „Nicht nur Gigabyte und Pixel-Zahl sind beim Computerkauf entscheidend – auch auf den Energieverbrauch kommt es an. Jede Neuanschaffung legt den Energieverbrauch oft über Jahre fest. Wer beim Kauf genau hinschaut, wird belohnt“, erklärt Thomas Holzmann, Vize-Präsident des Umweltbundesamtes. Ein sehr effizienter Computer spart gegenüber einem ineffizienten Gerät zwischen 50 und 70 Prozent Strom. Dabei müssen sparsame Geräte nicht teurer sein als ineffiziente.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten auch darauf achten, dass die neuen Geräte ihren individuellen Anforderungen entsprechen. Größer, schneller, stärker – kaum jemand will technisch zurückbleiben, wenn die neuen Geräte auf den Markt kommen. Aber: Was für die tatsächliche Nutzung überdimensioniert ist, braucht mehr Strom als nötig und ist meist teurer in der Anschaffung.

 „Und wer einen Rechner nur für Textverarbeitung und das Surfen nutzt, braucht sicher keinen Videoschnittplatz”, so der UBA-Vizepräsident.

„Grüne” Informationstechnik hört übrigens nicht beim Energiesparen auf. Auch der Aufwand zur Herstellung der Geräte ist enorm: Für die Produktion eines einzigen PC samt Monitor sind rund 1.500 Liter Wasser und 23 Kilo verschiedener Chemikalien nötig. In den elektronischen Bauteilen stecken zudem seltene Metalle wie Gold, Silber, Tantal oder Platin, deren Förderung die Umwelt und die natürlichen Ressourcen belastet. PCs, Handys oder Laptops enthalten zudem Blei, Quecksilber und Cadmium und andere Stoffe, die die Gesundheit schädigen können. Alte Elektrogeräte gehören daher nicht in den Hausmüll, sondern sind getrennt zu sammeln und zu verwerten. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist das völlig kostenlos: Sie können die Geräte bei den Recyclinghöfen der Entsorgungsbetriebe zurückgeben.

Die Broschüre „Computer, Internet und Co. – Geld sparen und Klima schützen“ liegt kostenlos im Bereich Umweltschutz, Dr.-Julius-Leber-Straße 50-52, für Sie zur Abholung bereit. Darüber hinaus ist Sie beim UBA erhältlich per Telefon: 01888/305-3355, per Fax: 01888/305-3356 (jeweils zum Ortstarif), per Email: uba@broschuerenversand.de oder im Internet als pdf-Datei: www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/index.htm.

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