Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 18. Dezember 2017

Ausgabe vom 22. Februar 2011

Es geht in die nächste Phase

Neugestaltung der Breiten Straße im Rahmen von „Mitten in Lübeck“

In der vergangenen Woche begannen die vorbereitenden Baumaßnahmen für die Neugestaltung der Breiten Straße im Zuge des Projekts „Mitten in Lübeck“. Die Arbeiten des ersten Bauabschnittes am Klingenberg sind abgeschlossen, der zweite Abschnitt Sandstraße/Kohlmarkt hat begonnen und die Breiten Straße schließt sich nahtlos an.

Bevor jedoch die sichtbaren Arbeiten im Mai starten, geht es in die Tiefe: Die Entsorgungsbetriebe Lübeck werden die derzeitige Mischkanalisation zwischen Hüxstraße und Schrangen auf Trennkanalisation in Schmutz- und Niederschlagswasser umstellen, die Arbeiten werden von der Firma Grothe Bau ausgeführt.

Um die Kommunikation und Kooperation (ähnlich der Perspektivenwerkstatt) mit den Bürgern fortzusetzen, lud der Fachbereich Planen und Bauen sowie der Fachbereich Umwelt, Sicherheit und Ordnung zu einer Info-Veranstaltung am vorigen Dienstag, an der sich 90 Anwohnerinnen und Anwohner sowie Interessierte am Projekt beteiligten. Vorgestellt wurden die Baumaßnahmen und der Bauablauf.

Die Umstellung von Misch- auf Trennkanalisation in einem Bereich von zirka 100 Meterm wird so behutsam wie möglich umgesetzt, um die historischen Gebäude nicht zu gefähren. Die Steinzeugrohre (zirka 150 Meter) liegen bis zu 4,50 Meter tief und sind aus den Jahren 1866 und 1900; die Hausanschlüsse sind aus denselben Jahren. Geplant ist ein Neubau von  110 Meter Schmutzwasserkanal in einer Tiefe von 3,50 bis 4,50 Meter.

Dazu wird ein etwa 95 Meter langer Regenwasserkanal neu verlegt. Die Mischwasserhausanschlüsse werden bis an die Grundstücksgrenzen erneuert. Gearbeitet wird mit der erschütterungsarmen Bauweise durch Flüssigboden und der Stollenbauweise.

Letztere „sieht wie ein Fass mit Bretterverschalungen aus. Von der Startgrube aus kann sich von Haus zu Haus, von Anschluss zu Anschluss vorgearbeitet werden“, erläutert Cornelia Tews, Pressesprecherin der Entsorgungsbetriebe.

Die Stollenbauweise werde nur bei Hausanschlüssen angewandt, wo viele Versorgungsleitungen liegen. Tews rechnet mit einer Dauer der Entwässerungsarbeiten – aufgeteilt in vier Abschnitte – von 20 Wochen.

Diese Zeit begleitet der Bereich Denkmalschutz und Archäologie, um nach historischen Schätzen zu graben. Das Gebäudemanagement nutzt die Zeit ebenso für Abdichtungen der Kelleraußenwand des Germanistenkellers. Fragen zu den Arbeiten beantwortet der EBL-Kundenservice unter Telefon 01803/680070 (9 Cent/Min. a. d. dt. Festnetz, mobil abweichend, max. 42 Cent/Min.) zu den Servicezeiten sowie per Email: entsorgungsbetriebe@ebhl.de.  msn

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