Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 08. März 2011

Endspurt mit der Bürgerakademie

Die Hansestadt ist gut vorbereitet für das Finale „Stadt der Wissenschaft 2012“

Am 29. März kämpft Lübeck in Mainz um den Titel „Stadt der Wissenschaft 2012“. Die Hansestadt ist mit dem Titel „Hanse trifft Humboldt“ neben Halle und Regensburg Finalist im Wettbewerb.

Der wichtigste Baustein in der Bewerbung ist die „Bürgerakademie“. Die Idee dazu wurde bereits 2008 im Rahmen von „Stadt der Wissenschaft 2009“ geboren. „Uns war klar, dass wir das Projekt umsetzen müssen“, so Wissenschaftsmangerin Iris Klaßen.

Die Umsetzung ist geglückt: Seit Juni vergangenen Jahres trifft sich monatlich der Arbeitskreis Bürgerakademie; im November gab es einen ersten Teilerfolg mit der Entscheidung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, dass Lübeck im Endausscheid für den Titel „Stadt der Wissenschaft 2012“ steht. Mit dieser Entscheidung erhielt die Hansestadt 50.000 Euro für die Bewerbung – die Kos-

ten für das erste Jahr Bürgerakademie sind somit gedeckt.

„Mit dem Projekt sollen wissenschaftliche Inhalte den Bürgern nahe gebracht werden“, erläutert Christiane Wiebe, Leiterin der Volkshochschule Lübeck. In der der VHS laufen die Fäden für die Bürgerakademie zusammen. „So nutzen wir bestehende Stukturen, die Lübeck bereits hat“, ergänzt Iris Klaßen.

Herzstück der Akademie ist die Ende Januar freigeschaltete Internetseite www.buergerakademie.luebeck.de. Hier erhalten Vereine, Verbände und Institutionen die Möglichkeit, ihre (wissenschaftlichen) Veranstaltungen – die automatisch mit im Veranstaltungskalender der Stadt einfließen – einzutragen. „In den ersten drei Wochen kamen von 100 Akteuren bereits 200 Veranstaltungen zusammen“, so Wiebe. Davon ausgehend könne man mit etwa 2000 Veranstaltungen für das ganze Jahr rechnen. Dazu gibt es Infos rund um die Bürgerakademie Die Internetseite ist auf dem offiziellen Lübeck-Portal (www.luebeck.de) eingebettet.

Die technische Umsetzung der Internetseite lag und liegt in den Händen der Kommunikationsfirma Lynet. Zwei Mitarbeiter erstellten den Webauftritt; das entspricht einem Gegenwert von fast 10.000 Euro, den die Firma für die Bürgerakademie beisteuerte. „Wir freuen uns zu helfen und investieren sehr gerne in dieses Projekt, das Effizienz hat“, sagt Lynet-Geschäftsführer Henning Hach.

Lynet entwickelte Piktogramme für die einzelnen Themenbereiche wie Angebote zu Natur und Umwelt (ein grünes Blatt) oder Architektur, Städtebau und Verkehr (stilisierte Stadtsilhouette), damit der Besucher der Internetseite die von ihm gewünschten Angebote schnell findet.

Zusätzlich zum Internetangebot erscheint das Veranstaltungsprogramm vierteljährlich in gedruckter Form in einer Auflage von 15.000 Stück, die zur kostenlosen Mitnahme ausliegen werden. „Die ersten Hefte erscheinen am 23. März – pünktlich zum Wettbewerb in Mainz“, so Christiane Wiebe. Die Bürgerakademie wird auch nach dem Kampf um die „Stadt der Wissenschaft 2012“ fortgeführt – für die Finanzierung sollen dann Drittmittelgeber angesprochen werden.

Dr. Wolfram Eckloff, Mitglied des Arbeitskreises und ehemaliger Leiter des Museum für Natur und Umwelt fasst zusammen, was die Bürgerakademie (mit jeder Menge Spaß) vermitteln soll: „Alles was hilft, die Welt zu verstehen“. Die Akademie ist für alle Menschen aller Altersstufen offen.  msn

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