Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 08. März 2011

Vom Erwerbsleben in den (Un)Ruhestand

3. Bildungskonferenz in den Media Docks informierte über Möglichkeiten

Zur 3. Bildungskonferenz wurde am 1. März geladen. Die Veranstaltung in den Media Docks stand unter dem Motto „Lebenslanges Lernen“ und informierte über den Übergang vom Erwerbsleben in den (Un)Ruhestand. Organisatorin Beatrix Hahner von der Initiative „Lernen vor Ort“ zeigte sich zufrieden mit der Resonanz: „Wir haben über 160 Anmeldungen von Firmen, Vereinen, Institutionen, Verbänden und Privatpersonen“.

Schulsenatorin Annette Borns (SPD) eröffnete die Bildungskonferenz: „Das Thema Bildung nimmt weiter Fahrt auf“. Das Modell „Lernen vor Ort“ werde landauf, landab vielfach zitiert und nachgemacht. „In diesem Fall sind Plagiate erwünscht“, so die Senatorin. Beim lebenslangen Lernen seien individuelle Lösungen gefragt, es müssen passende Ansprechpartner bereitstehen und Transparenz gegeben sein. „Und lebenslanges Lernen muss vor Ort geschehen“. André Schleiter von der Bertelsmann Stiftung informierte in seinem Vortrag über Strategien zur Bewältigung des demografischen Wandels in der Berufswelt. „Bis 2025 wird quantitativ auf dem Arbeitsmarkt keine große Lücke entstehen, qualitativ jedoch schon – es werden mehr und mehr Hochqualifizierte gesucht. Fachkräftemangel ist bereits heute ein Thema“. Es bestehe eine abnehmende Nachfrage nach unqualifizierter Arbeit. „Und wir müssen davon ausgehen, dass wir älter werden. Was früher in den Köpfen war, dass ab 50 Jahren jegliche Lernaktivität eingestellt wird, gehört der Vergangenheit an“. Eine Änderung im Denken müsse jedoch nicht nur bei Arbeitnehmern stattfinden, sondern auch bei den Arbeitgebern. Es würden neue Modelle gebraucht, in denen beispielsweise kommende Ruheständler langsam aus der Firma ausscheiden können. „So könnten flexible Übergänge vom Arbeitsleben in die Rente geschaffen werden. Bis jetzt geht es meist von hundert auf null“, so Schleiter.

Im Anschluss an den Vortrag stellte die Firma J. G. Niederegger mit „Fit in die 2. Halbzeit“ das Gesundheitsprojekt zur altersgerechten Personalentwicklung vor. Der Dräger-Konzern berichtete aus der Praxis über den Wissentransfer der „Mitarbeiter 50+“. Dazu gab es Workshops und weitere Vorträge zum Thema.          msn

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