Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 18. Dezember 2017

Ausgabe vom 08. März 2011

Soll das Grenzmuseum weg?

Autor: Andreas Zander

CDU

Der Beschluss der rot-rot-grünen Rathausmehrheit, das Grenzmuseum in Schlutup mit der Erhebung einer Miete zu belasten liefert keine Entlastung des Haushalts, sondern scheint ausschließlich darauf ausgerichtet zu sein, die Schließung einer erfolgreich und stets ehrenamtlich betriebenen Einrichtung voranzutreiben. Denn eins ist klar: Eine Einrichtung, die ausschließlich ehrenamtlich betrieben und von der Stadt nicht bezuschusst wird, wird die vorgesehenen Mietzahlungen nicht aufbringen können. Das Grenzmuseum steht damit vor einer Schließung. So sieht die Belohnung der linken Rathausmehrheit für ehrenamtliches Engagement aus. Das Grenzmuseum kostet die Hansestadt Lübeck derzeit keinen Cent. Dafür liefert es den Lübeckerinnen und Lübeckern die Möglichkeit, sich über den Terror der sozialistischen Gewaltherrschaft im Osten Deutschlands zu informieren. Dass diese, insbesondere für Schulklassen geschaffene Möglichkeit, sich über die unmenschliche innerdeutsche Grenze zu informieren, ausgerechnet von einer rot-rot-grünen Mehrheit torpediert wird, spricht daher auch Bände. Wir müssen die Frage stellen, inwieweit Die Linke sich innerhalb des Bündnisses dafür eingesetzt hat, eine Erinnerung an den SED-Terror an der unmittelbaren Grenze Lübecks zu verhindern. Über viele Jahrzehnte hat sich die SPD in Lübeck an der Seite der Freiheit und gegen die Unterdrückung ihrer Genossen in der DDR engagiert. Dass sie nun mit ihren neuen Partnern ausgerechnet diese Erinnerungsarbeit auslöschen möchte, bringt derzeit sicher viele alte Sozialdemokraten dazu, sich im Grabe umdrehen.

V.i.S.d.P.:  Andreas Zander

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