Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 22. Oktober 2017

Ausgabe vom 15. März 2011

Kurbetrieb Travemünde

Autor: Thomas Rathcke

FDP

Der überraschende Antrag im Haushaltsbegleitausschuss von Rot/Rot/Grün den Kurbetrieb Travemünde schnellstmöglich auf die hoheitlichen Pflichtaufgaben herunterzufahren zeigt erneut, die desolate Arbeitsweise des fragwürdigen Bündnisses. Die Bildung einer Interessengemeinschaft ist verständlich; denn von einer planmäßigen Aktion ist nichts zu erkennen. Jedem ist klar, dass Synergien geschaffen werden müssen um auch auf diesem Gebiet Einsparungen zu erreichen. Es steht jedoch die Frage im Vordergrund, warum nicht ausführlich geprüft wurde, ob die Aufgabenreduzierung des Kurbetriebes Einsparungen erreicht. Zahlen, die in den Raum gestellt werden, sind nicht nachvollziehbar. Einsparungen im Personalbereich werden, wenn überhaupt, erst mittelfristig zu Buche schlagen. Ungeklärt ist auch, wer bestehende Projekte wie die Sanierung der Strandpromenade weiterhin begleitet. Die Einbindung der Fachausschüsse und des Senators sind nicht erfolgt. Selbst die Travemünder Genossen waren überrascht, dass der Kurbetrieb thematisiert wurde. Gerade die SPD in Travemünde will den Kurbetrieb erhalten und deren Kompetenzen noch erweitern. Dass Durcheinander ist typisch für das Rot/Rot/Grün-Bündnis. Das Seebad Travemünde als Wirtschaftsfaktor, der Einkommen für die Stadt erzielen soll und kann, steht im Wettbewerb mit anderen Ostseebädern (zuvorderst Timmendorfer Strand und Boltenhagen) und deren Strukturen. Diese Orte identifizieren sich mit ihren Bürgern und Verwaltungen mit großem Erfolg mit dem Ziel, weitere Einnahmen in ihre Kommunen zu ziehen. Das darf man auch für Travemünde erwarten!

V.i.S.d.P.: Thomas Rathcke

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