Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 22. März 2011

Politischer Schnellschuss

Autor: Thomas Rathcke

FDP

Abermals zeigt sich, dass rot-rot-grüne Überlegungen, seien sie vermeintlich gut gemeint, in der Ausführung bereits am Anfang schlecht kommuniziert und damit zum Scheitern verurteilt sind. Als jüngstes Beispiel ist die Debatte um den Kurbetrieb in Travemünde zu nennen. Der Grundgedanke, Doppelstrukturen innerhalb der städtischen Bereiche abzuschaffen, ist zu begrüßen. Auch die Lübecker FDP-Fraktion sieht hier Effektivitätssteigerungen und damit auch Einsparpotenzial. Aber wenn in drei Sätzen in ihrem Haushaltsbegleitbeschluss die Aufgabenreduzierung des Kurbetriebes beschrieben wird, ohne mit den zuständigen Bereichen und deren Verantwortlichen zu reden, muss der Schuss zwangsläufig nach hinten losgehen. Nach unserem Verständnis ist es auch zu kurz gesprungen, dem Bürgermeister in diesen drei Sätzen dann die Abwicklung zu delegieren. Wer Veränderungen herbeiführen möchte, muss auch die Prozesse begleiten, bzw. die Verantwortlichen einbinden. Eine Idee ist noch keine Planung und eine Planung noch kein praktisches Ergebnis in der Umsetzung. Was rot-rot grün damit wieder einmal erreicht hat, ist die Spaltung von Lübeck und deren Bewohnern. Die FDP Fraktion spricht sich in diesem Zusammenhang eindeutig für die Zugehörigkeit Travemündes zu Lübeck aus. Anstatt zu diskutieren, wie man Travemünde von Lübeck loslösen könnte, sollte diese Energie lieber in die Überlegungen einfließen, wie das zusammenwachsen kann, was jetzt auseinander zu driften droht. Daher sprechen wir uns gegen diesen Schnellschuss aus. Solange es kein gesamtheitliches Konzept gibt, welches weitestgehend allen Beteiligten gerecht wird, sprechen wir uns für den Erhalt des Kurbebtriebes aus. Also, rot-rot-grün, zurück an den Schreibtisch und das Ganze noch einmal …

V.i.S.d.P.:  Thomas Rathcke

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