Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 29. März 2011

Doppelstrukturen abbauen

Autor: Jan Lindenau

SPD

Und noch einmal für Alle die es nicht verstehen wollen: Niemand in der Bürgerschaft will den Kurbetrieb auflösen. Schon gar nicht kommt es zu Einnahmeverlusten von 800.000 Euro. Diese Aussagen entbehren jeder Grundlage, sind vollkommen unseriös. In keiner Verordnung, Satzung oder einem Gesetz ist geregelt, dass es einen Kurbetrieb geben muss, der Erbbaurechte verwaltet, (dafür haben wir das Liegenschaftsamt), Veranstaltungen durchführt (damit haben wir die LTM beauftragt), Baumaßnahmen abwickelt (dafür haben wir die Bauverwaltung), Ausschreibungen für die Strandreinigung organisiert (dafür haben wir den Bereich Logistik, der die Ausschreibungen für die Hansestadt Lübeck durchführt), um nur einige Beispiele zu nennen. In der Lan-desverordnung über die Anerkennung als Kur- oder Erholungsort sind lediglich die Ziele definiert – nicht aber deren organisatorische Abarbeitung. Grömitz ist ein gutes Beispiel. Grömitz erhebt aufgrund seiner Anerkennung als Ostseeheilbad bzw. Erholungsort für besondere Vorteile aus der Möglichkeit zur Inanspruch-nahme der gemeindlichen Kur- und Erholungseinrichtungen und Veranstaltungen eine Kurabgabe im Sinne des § 10 Abs. 1 Satz 2 KAG in Form eines Tourismusbeitrages. Er dient ausschließlich der Deckung von 37 Prozent des Aufwandes für die Herstellung, Verwaltung und Unterhaltung der zu Kur- und Erholungszwecken bereitgestellten öffentlichen Einrichtungen und durchgeführten Veranstaltungen. Die Gemeinde Grömitz setzt für die Ausführung von Hilfstätigkeiten die Gesellschaft Tourismus-Service Grömitz ein. Einen Kurbetrieb nach Travemünder Art gibt es nicht.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

 

 

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de