Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 29. März 2011

Jetzt auf verlässliche Beine stellen

Autor: Jens Schulz

Die Linke

Die Zukunft der beiden Lübecker Mehrgenerationenhäuser in den Stadtteilen Eichholz und St. Lorenz ist nicht gesichert. Das aktuelle Förderprogramm des Bundes läuft Ende 2011 aus. Zwar hat das Familienministerium in Berlin ein Anschlussprogramm aufgelegt. Aber die Förderung wird abhängig von einer Kofinanzierung durch Land oder Kommune, sprich Lübeck. Für die Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE ist klar, dass wir die Mehrgenerationenhäuser in Lübeck erhalten wollen. Die Aktivitäten in den Mehrgenerationenhäusern reichen von Kinderbetreuung über Mittagstische, Familienbildungsangebote, haushaltsnahe Dienstleistungen, Freizeitangebote bis hin zu Beratung in allen Fragen des täglichen Lebens. Sie fördern den Dialog zwischen den Generationen und erfüllen damit wichtige Funktionen im sozialen Gefüge der Stadtteile. Können die Mehrgenerationenhäuser nicht weiterbetrieben werden, droht die Zerstörung von generationsübergreifenden Strukturen, die mit viel Engagement und gesellschaftlicher Verantwortung aufgebaut wurden. Die Bürgerschaft hat mit den Stimmen der Kooperationsmehrheit zunächst vom Bund gefordert, den Erhalt der Mehrgenerationenhäuser ohne die Bedingung der Kofinanzierung zu sichern. Denn Bundes- und Landesregierung üben mit Unterstützung des Landesrechnungshofs und der Kommunalaufsicht Druck auf die hochverschuldeten Kommunen aus, sich von genau solchen so genannten freiwilligen Leistungen zu verabschieden, wie die Kofinanzierung der Mehrgenerationenhäuser eine wäre. Dieser Druck verschiebt das Förderversprechen auf absurde Weise in die Unerreichbarkeit. So geht es nicht.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

 

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