Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. April 2011

Feuerwehr: Im Stich gelassen

Autor: Rüdiger Hinrichs

CDU

Lübecks Berufsfeuerwehr fühlt sich im Stich gelassen: Die Befürchtung, dass die Personalsituation der Feuerwehr nicht mehr den Anforderungen des von der Bürgerschaft selbst beschlossenen Feuerwehrbedarfsplans entspricht, ist nicht von der Hand zu weisen. Das betrifft nicht nur die engagierten Feuerwehrleute, sondern vor allem die Lübeckerinnen und Lübecker. Sie haben selbstverständlich einen Anspruch auf zügigen und umfassenden Schutz. Die CDU hat daher in der letzten Sitzung der Bürgerschaft den Weg der Dringlichkeit gewählt, um den zuständigen Innensenator Bernd Möller (B‘90/Die Grünen) endlich zur Handlung zu bewegen. Eines ist beim Thema Berufsfeuerwehr nämlich deutlich geworden: Von Senator Möller hört man nichts. Stattdessen wird die Verantwortung in die ehrenamtliche Politik abgeschoben. Die hat aber bereits 2001 im Feuerwehrbedarfsplan festgelegt, welche Erwartungen sie an die Feuerwehr hat. Dass dieser Plan nun nicht mehr erfüllt wird, verpflichtet den Senator eigentlich von sich aus tätig zu werden – und der Bürgerschaft Lösungswege aufzuzeigen. Nichts dergleichen ist geschehen. Der CDU-Antrag ist abgelehnt worden. SPD, B‘90/Die Grünen und Die Linke haben daher dafür gesorgt, dass bei der Problemlösung bei der Feuerwehr sehr wertvolle Zeit verloren geht. Hier wird mit der Sicherheit der Lübeckerinnen und Lübecker gespielt. Dies gilt erst Recht für Senator Möller, dessen Nichtstun bei der Feuerwehr ohne Beispiel ist. Er sollte langsam erkennen, dass er die Verantwortung für die Feuerwehr und die Sicherheit der Lübeckerinnen und Lübecker hat.

V.i.S.d.P.:  Andreas Zander

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